Eine Pionierin wird 90

13.12.2018 | TPoscht online
Rosmarie Nüesch_2
Rosmarie Nüesch-Gautschi wird am 24. Dezember 90 Jahre alt. Bild: zVg Rosmarie Nüesch-Gautschi erforscht seit rund sechzig Jahren die Ausserrhoder Baumeister-Dynastie Grubenmann. Ihre Sammlung hat seit 2012 ihren festen Platz im renovierten Zeughaus Teufen. Und die Stifterin und Museumsgründering selbst feiert an Weihnachten ihren 90. Geburtstag. Rund 300 Jahre alt sind die zahlreichen Kirchen und die noch drei existierenden Brücken, die die aus Teufen AR stammende Baumeisterfamilie Grubenmann gebaut hat. Damals waren die heute gebräuchlichen Möglichkeit, die Dimension eines Tragwerks zu berechnen, unbekannt. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass es den Grubenmanns gelang, zum Beispiel in Schaffhausen, eine Brücke über den Rhein zu spannen oder Kirchendachstühle mit bis zu 22 Meter Spannweite ohne Stützen zu bauen. Fleissige Sammlerin Die lange vergessenen Grubenmann-Bauwerke hat Rosmarie Nüesch-Gautschi seit sechzig Jahren erforscht und dokumentiert. Ihre Sammlung hat sie in eine Stiftung eingebracht und diese hat im Dachstock des renovierten Zeughaus Teufen ihren festen Platz. Zum Ausklang des europäischen Kulturerbejahres 2018 hat die Stiftung Grubenmann-Sammlung einen besonderen Grund zum Feiern: Rosmarie Nüesch-Gautschi feiert an Weihnachten ihren 90. Geburtstag. Eine Pionierin Stiftungspräsident Matthias Tischhauser gratulierte zusammen mit den Anwesenden an einem Medienanlass am Dienstag der Jubilarin, die weit mehr sei als nur die «Frau Grubenmann», als welche sie manchmal bezeichnet wird, sondern vielmehr eine «Frau Pionierin». Rosmarie Nüesch-Gautschi war eine der ersten Architekturstudentinnen an der ETH, sie war die erste Denkmalpflegerin und die erste Kantonsrätin in Appenzell Ausserrhoden. Sie war eidgenössische Denkmalpflegerin und ist Kulturpreisträgerin. Sie setzt sich seit den 1960er-Jahren und bis heute aktiv für die Chancengleichheit der Frauen ein. Und sie schildert auch mit Neunzig leidenschaftlich, wie wichtig ihr das Kulturerbe ist. In der reformierten Kirche Trogen erklärte Rosmarie Nüesch-Gautschi das Zusammenwirken der Baumeisterfamilie Grubenmann mit der Textilhandelsfamilie Zellweger und der Vorarlberger Stuckateur-Dynastie Moosbrugger, die im 18. Jahrhundert gemeinsam die «Paläste» und die Kirche rund um den Trogener Dorfplatz gebaut haben, respektive bauen liessen. Rathaus, Kirche und Waschhaus sind heute Teil der Dauerausstellung «Jahrhundert der Zellweger». Immer wieder wunderten sich Besucher des Grubenmann-Museums im Zeughaus Teufen, wie damals – ohne die heutigen Möglichkeit – Konstruktionen mit so grossen Spannweiten gebaut werden konnten. Diese Lösungen beeindrucken bis heute auch die Jubilarin, die «Grande Dame» des Ausserrhoder Kulturerbes. pd    

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