Dorfplatz: Geht es voran?

20.03.2019 | Timo Züst
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Dieses – inzwischen veraltete Modell – wurde im Frühjahr 2018 präsentiert. Es wird derzeit überarbeitet. Foto: Archiv Timo Züst Trotz einiger Updates weiss noch niemand so genau, wie das neue Dorfzentrum dereinst aussehen soll. Aber im Interview sagt Gemeinderätin – und neu gewählte Kantonsrätin – Pascale Sigg-Bischof: Bald werden die Pläne präsentiert. Frau Sigg-Bischof, im Mai soll über den Baukredit für die Neugestaltung des Dorfzentrums abgestimmt werden. Wann werden die entsprechenden Pläne präsentiert? An der öffentlichen Orientierungsversammlung vom 29. April 2019, 19.30 Uhr, im Lindensaal wird eingehend auf die Planung eingegangen. Bereits im Herbst 2017 wurde dem Kollektiv Nordost von der Einwohnergemeinde Teufen der Auftrag erteilt, Überlegungen zur geplanten Ortsdurchfahrt und deren Einfluss auf das Dorfzentrum anzustellen. Was sind bisher die wichtigsten Erkenntnisse? Wir wissen, dass die geplante Ortsdurchfahrt umgesetzt wird. Unser grösstes Anliegen bestand darin, die Chance jetzt zu packen, die Wünsche und Anliegen der Bevölkerung aufzuzeigen und das Machbare abzuklären – sprich: wir haben vorzeitig unsere Bedürfnisse konkretisiert, um diese rechtzeitig mit der Planung der Ortsdurchfahrt zu koordinieren. Dies ist in vielen Arbeitsgruppensitzungen geschehen und wir sind zeitlich auf Kurs. Wir haben den Planern im Auftrag der Appenzeller Bahnen AG und des Kanton AR mit dem finalen Projekt der Gestaltung des Dorfzentrums unsere vorgesehene Umsetzung aufgezeigt. Der Brunnen kann bekanntlich nicht erhalten bleiben. Bedauern Sie das? Der Auftrag der Bevölkerung (aus diversen Workshops) wurde in der Nutzungskonzeption 2030 zusammengefasst und durch den Gemeinderat in zehn Schwerpunkte unterteilt. Darunter befinden sich die Punkte: Gewerbenahe Kurzzeitparkplätze ermöglichen das rasche Einkaufen in den Geschäften und die Schaffung zentraler Begegnungsorte im Aussenraum um die historischen Gebäude nördlich der Hauptstrasse. Diese beiden Punkte beissen sich. Inwiefern? Wenn wir den Aufenthaltsraum im Dorf für die Bevölkerung vergrössern (geschieht durch die Terrassierung vor dem Schulhaus Dorf), fallen folglich Parkplätze vor dem Schulhaus weg. Das Gewebe ist aber auf diese Parkplätze in Gehdistanz angewiesen. Darum haben wir mit einer Neuanordnung der Parkplätze vor der Kirche einige Parkfelder ersetzen können. Der Wegfall des Brunnens ist bedauerlich, aber durch seine Konstruktion just auf diesen schrägen Platz vor der Kirche, unumgänglich. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir mit der Schaffung eines attraktiven Brunnens auf der Sonnenseite des Dorfplatzes einen Mehrwert schaffen können. Sei dies bei einem Aufenthalt nach einer Trauung für das Brautpaar und deren Gäste oder bei einem Anlass, bei welchem die Kinder um den Brunnen spielen können. Dies war heute mit all den Autos nur eingeschränkt möglich.
Pascale Sigg-Bischof bei der öffentlichen Informationsveranstaltung zum Thema Neugestaltung des Dorfzentrums im Frühjahr 2018. Bild: Archiv Das Thema Ortsdurchfahrt ist noch lange nicht abgeschlossen. Die Planungen für den Einbau der Doppelspur laufen auf Hochtouren. Kann unter diesem Umständen überhaupt eine Dorfzentrumsgestaltung geplant werden? Ja, unbedingt. Dies ist ein sehr wichtiger Punkt, da wir nicht auf die Vorgaben der Ortsdurchfahrt reagieren, sondern agieren wollten! Das ist uns durch den rechtzeitigen Start in der Arbeitsgruppe gelungen. Wir konnten unsere Planung aufgrund von Wünschen und Bedürfnissen deponieren und diese wurden von den Doppelspur-Planern auch aufgenommen. Betrachtet man die geplante Terrasse, so können sie sich vorstellen, dass die Planer der Doppelspur die diversen Übergänge zur Strasse angleichen mussten. Hätten wir keine Ideen vorgebracht, wäre einfach alles nur am Rande angepasst worden. Dies wäre sehr schade gewesen – denn: eine riesige Baustelle gibt es auch ohne Dorfplatzgestaltung. Also müssen wir die einmalige Chance jetzt nutzen, Verbesserungen auf diesem für Teufen wichtigen Platz anzubringen. Parkplätze sollen also keine verloren gehen. Bleiben sie auch auf dem Dorfplatz? Wo sollen sie entstehen? Einzelne verschieben sich von „vor dem Schulhaus“ auf den Kirchenvorplatz. Daneben entsteht hinter dem Gemeindehaus ein Provisorium mit 7 bis 8 Parkplätzen. Dies ermöglicht uns, weitere Abklärungen in Ruhe anzugehen. Eine planerische Herausforderung sind auch die Fahrleitungen für den Zug. Wissen Sie bereits ob dafür neue Mästen auf dem Dorfplatz gestellt werden müssen? Nein, darüber wissen wir noch nichts Genaueres. Dies obliegt der Planung der Appenzeller Bahnen AG. Aus Sicht der Dorfplatzgestaltung soll der südliche und nördliche Platz möglichst «mastenfrei» gehalten werden. In einer kürzlich von der TP durchgeführten Strassenumfrage kam oft das Thema Sicherheit zur Sprache. Werden sich Fussgänger auf dem «neuen» Dorfplatz frei bewegen können? Und wie wird deren Sicherheit (Kinder, ältere Menschen, Fahrräder etc.) gewährleistet? Der «neue Dorfplatz» entsteht ja auf der Nordseite vor der Bibliothek bis zum Gemeindehaus. Die Aufenthaltsqualität wird hier sicher erhöht. Der südliche Teil bleibt in seiner Funktion in etwa gleich. Das Queren von der Nordseite auf die Südseite wird weiterhin mit Hilfe eines Fussgängerstreifens möglich sein. Selbstverständlich darf die eigene Achtsamkeit nicht vergessen werden. Man weiss jedoch stets, von welcher Seite her die Strassenbahn kommt, da sie auf der gleichen Seite wie die Autos fährt. Dies wird sich mit der Zeit sicherlich positiv auswirken. Dasselbe gilt natürlich für die Fahrradfahrer, welche durch die Doppelspur mehr Platz zur Verfügung haben. Neusten Informationen der Appenzeller Bahnen zufolge, soll nun im Juni mit dem Umbau des Bahnhofs begonnen werden. Im kommenden Jahr könnte dann der Kreisel bei der Bahnhofskreuzung entstehen. Erst 2022 würde dann mit der Doppelspur begonnen. Wie passt da die Dorfplatzgestaltung hinein? Die mehrheitliche Umsetzung der Neugestaltung ist mit dem heutigen Kenntnisstand im Jahre 2023 geplant. Wir setzten alles daran, dass Anpassungen fortlaufend gemacht werden können. Das bedeutet, dass das eine oder andere bereits im Jahre 2022 vorbereitet werden muss oder auch erst im Jahre 2024 vollendet werden kann. Es ist aber wichtig, dass wir gleichzeitig mit der Ortsdurchfahrt unsere Dorfzentrum neugestalten – denn, eine Baustelle werden wir im Dorf so oder so haben!    

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