IM VIDEO: Die Pfarrer fuhren mit Geknatter in den Gottesdienst

09.09.2018 | Erich Gmünder
gewerbeschau oek gottesdienst 9_9_2018 handy (37)
https://youtu.be/oA7DxJzeOGQ

Bildbericht/Video: Erich Gmünder

Der Einstieg in diesen oekumenischen Gottesdienst im vollbesetzten Zeughaussaal war spektakulär: Die Pfarrersleute fuhren mit Geknatter im Piaggio vor die Bühne, wo Malcolm Green, begleitet vom Jazzpianisten Claude Diallo, die Gottesdienstbesucher in Stimmung brachte. 

Die beiden Pfarrerinnen Verena Hubmann und Andrea Anker und Diakon Stefan Staub hatten das Motto „iischtigä bitte!“ wörtlich genommen und entstiegen nun dem dreirädrigen Transportfahrzeug.

Stefan Staub erzählte von der Reise, die das Leben heisst, und die man allzu oft mit einem Tunnelblick absolviert, der einem den Blick für das Schöne verstellt.  Manchmal sei es eben auch nötig, aus dem Zug auszusteigen, wenn er in eine falsche Richtung fahre, und man spüre, dass man nicht mehr glücklich und zufrieden sei. „Das Leben, das uns Gott zugeworfen hat, ist zum Gestalten da und nicht zum Durchseuchen.“ Der richtige Zug stehe nicht auf einem Gleis, sondern warte im Herzen zur Abfahrt: „iischtigä bitte“ in den Zug zum Horizont des Lebens.

Verena Hubmann schlug den Bogen zur Gewerbeschau und wand all den Leuten, die sich für die gemeinsame Sache engagierten, ein Kränzchen. An diesem Wochenende werde wieder einmal bewusst, was für eine „reiche“ Gemeinde Teufen sei, wobei sie unter reich nicht unbedingt das Geld verstehe, sondern den Reichtum an Menschen, die parat seien, einzusteigen, anzupacken, ihre Ideen, Fähigkeiten, ihre Zeit und ihr Herzblut für eine gemeinsame Sache einzubringen.

In einer Zeit, wo allzuviele nur für sich selber schauten, sei das fast schon ein Wunder.

Andrea Anker fand in der Bibel eine spannende Parallele: Jene Menschen, die sich von Jesus begeistern liessen, seien fast alles Gewerbler gewesen, angefangen von Jesus, der als Sohn eines Zimmermanns selber bis zum 30. Lebensjahr seinen Unterhalt mit dem Holzbau verdient habe. Petrus, Jakobus und Andreas, seine ersten Jünger, seien Fischer gewesen – jedenfalls keine Priester und Schriftgelehrten, sondern Menschen, die wussten, was es heisst, hart zu arbeiten. Und sie seien vielleicht darum besonders offen gewesen für das Evangelium, weil sie sich mit ganz konkreten moralischen Fragen auseinandersetzen mussten, während die Schriftgelehrten nur an den Vorschriften herumgefeilt hätten.

Zum Schluss setzten sich die drei Pfarrersleute eine Bähnlermütze auf und luden die Besucher ein, selber einzusteigen. Sie verteilten „Billette zum Glück“.

Zum Beispiel mit der Aufforderung, einen Menschen im Altersheim zu besuchen, eine Nachbarin mit einem Blumenstrauss zu überraschen oder weiteren Ideen, wie man sich im Dorf, in der Kirche, in der Nachbarschaft einbringen kann. Denn: „Wer andere glücklich macht, macht sich selber glücklich“, so Verena Hubmann.

Malcolm Green steckte mit seiner Stimme, seinem Saxophon und seinem Temperament die Gottesdienstbesucher an.

Der Gottesdienst wurde vom St. Galler Gospelsänger Malcolm Green und vom Jazzpianisten Claude Diallo aus Trogen sowie vom Männerchor Tobel Teufen gestaltet, immer wieder unterbrochen von Applaus.

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