"Die Organisation war nicht ganz einfach"

23.07.2019 | Timo Züst
Gerhard_Frey
Der ehemalige Teufner Gemeinderatspräsident Gerhard Frey hat Erfahrung im Organisieren von Gastauftritten. Foto: tiz Timo Züst Seit dem 18. Juli wird in Vevey das Winzerfest Fête des Vignerons (FdV) gefeiert. Es findet nur „einmal pro Generation“ statt und steht seit 2016 auf der UNESCO-Liste. Bis heute wurden über eine Viertelmillion Besucher gezählt. Auch Ausser- und Innerrhoden sind eingeladen. Sie präsentieren sich am 9. August. Der Teufner Gerhard Frey ist Präsident des entsprechenden OKs. Der TP erzählt er, was es bei der Organisation zu beachten gilt. Und welche Formationen aus Teufen mitreisen. Herr Frey, Sie sind als OK-Präsident für den Auftritt von AR und AI am 9. August verantwortlich. Wie kam es? Ich habe damals als Teufner Gemeindepräsident im Jahr 2006 bereits den Auftritt von AR und AI an der Olma organisiert. Im Jahr 2011 folgte dann der Besuch an der Luga und 2015 schliesslich noch der Marché Concours. Und Sie sagten auch dieses Mal wieder Ja? Genau (lacht). Ich habe aber den Vorteil, dass ich seit dem Jahr 2006 eine Art „Kernteam“ habe, das immer wieder mitgemacht hat. Die Auftritte waren immer für AR und AI – auch beim Fête des Vignerons. Gibt es da etwas Spezielles zu beachten? Man muss natürlich darauf schauen, dass beide Kantone genügend vertreten sind. Mein Trick ist: Ich besetze jedes Ressort immer doppelt. Mit einer Person aus AR und einer aus AI. Das hat seit 2006 gut geklappt. Wenn Sie die vier Auftritte vergleichen: Welches war der grösste? Das war schon die Olma. Da sprechen wir von einem zehntägigen Betrieb, inklusive eines Feststands. Beim Marché Concours war en ein zweitägiger Auftritt und beim FdV ist es bloss ein Tag. Dafür ist St. Gallen deutlich näher als Vevey … Richtig. Die geographische Entfernung ist natürlich eine Herausforderung. Wann fährt ihr am 9. August lost? Die ganze Delegation von 180 Personen macht sich um 6 Uhr auf den Weg. Nach der Ankunft wird dann erst einmal zu Mittag gegessen. Am Nachmittag folgen dann die Auftritte. Andere Kantone – wie z.B. St. Gallen – fuhren am gleichen Abend wieder heim. Sie auch? Nein. Wir wollten unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmer wenigstens ermöglichen, am Abend auch noch das Festspiel in der Arena schauen zu können. Deshalb haben wir auch einen Freitag ausgewählt, dann wird am Abend gespielt. Anschliessend fahren wir mit den Cars zum 20 Minuten entfernten Hotel für die Nachtruhe. Den Rückweg treten wir am nächsten Morgen an. Sie sprechen von 180 Personen. Wer ist da alles dabei? Dazu gehören die vollständigen Regierungen beider Kantone inklusive Partner, das OK sowie 120 Mitwirkende. Dazu gehören Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Bereiche unseres Brauchtums (Anm. Red. siehe unten). Auch Teufner? Ja. Der Muldenschuppel und der „Tüüfner Gruess“ bei den Mitwirkenden sowie Gallus Hengartner und Peter Zeller im OK. Ursprünglich war auch ein Umzug geplant, nicht? Doch. Den mussten wir aber wieder absagen. Der Grund war, dass die Infrastruktur nicht wirklich auf Tiere (Anm. Red,: Kühe / Pferde) ausgerichtet war. Das FdV ist ein Winzerfest. Haben wir in AR oder AI Winzer? Ja, diese Frage hat sich bei der Organisation auch gestellt (lacht). Wir wurden aufgefordert, einen „jungen Winzer“ als Fahnenträger zu stellen. Nach einigen Nachforschungen mussten wir dann aber sagen: Wir haben keine jungen Winzer. Gibt es denn überhaupt Reben bei uns? Laut der aktuellsten List des Winzer-Verbands werden in AR und AI rund 47’000 Quadratmeter (Anm. Red.: kommerzielle Nutzung). Zum Vergleich: Im Wallis sind es 48,5 Mio. Quadratmeter, im Waadt 37,7 Mio. Quadratmeter und in Genf 14 Mio. Quadratmeter. Okay. Die Unterschiede sind also gross. Gibt es auch einen Kanton, der noch weniger hat als wir? Ja. Basel-Stadt hat mit etwas über 48’000 Quadratmeter fast gleichviel wie wir, Glarus (20’500) und Zug (36’000) sogar noch weniger. Die Organisation dieses Auftritts klingt trotz des einen Tags ziemlich aufwändig. Ich will deshalb natürlich auch wissen: Was kostets? Wir haben ein Budget von 235’000 Franken zu Verfügung und versuchen natürlich, das nicht zu überschreiten. Die Tickets für das Festspiel am FdV sind ja nicht ganz günstig. Was kostet es mich, wenn ich die AR und AI-Delegation am 9. August besuchen will? Gar nichts. Der Auftritt findet auf verschiedenen Bühnen (Anm. Red.: Bühne 3, 4, 5, 9 und 10) in Vevey verteilt statt. Man kann uns dort gratis besuchen. Mit folgendem Video wird sich die AR/AI-Delegation am FdV vorstellen: Mehr über den Auftritt von Ausserr- und Innerrhoden am Fête de Vignerons erfahren Sie hier.

Das Konzept des Auftritts

Appenzeller Streichmusik Grossformation Eine «Original Appenzeller Streichmusik» setzt sich traditionell aus zwei Geigen, Hackbrett, Cello und Kontrabass zusammen. In der Grossformation aber werden über 15 Instrumentalisten auftreten und die Appenzeller Musik auf eine ganz besondere und ansprechende Art präsentieren – ein musikalischer Leckerbissen. «Hierig» und «Appenzeller Echo» Neugierig, neckisch, beleidigend, versöhnlich – verliebt. Das ist der «Hierig», ein alter Appenzeller Volkstanz. Das Paar zeigt in diesem ausdrucksstarken Tanz alle Emotionen zwischen zwei Verliebten. Sie werden vom bekannten «Appenzeller Echo» virtuos begleitet – ein Ohren- und Augenschmaus. Schöne Silvesterchläuse Im Appenzellerland feiern wir die Jahreswende gleich zwei Mal. Die schönen Silvesterchläuse tragen kunstvoll verzierte Kopfbedeckungen mit Szenen aus dem bäuerlichen Leben, die in liebevoller Handarbeit gefertigt wurden. Zu Gast sind der Muldenschuppel aus Teufen. Mit seinen melancholischen Zäuerli berühren sie gross und klein. Appenzeller Strassenkünstler als Festbeseeler Hannes vo Wald auf seinen Riesenstelzen ist Strassenkünstler, Zauberer und Pyrotechniker. Mit seiner verrückten Truppe beseelt er jedes Fest. Mit dabei sind Alphornbläser, wilde Silvesterchläuse und das Duo Voll Parat.. Da bleibt kein Auge trocken. Appenzeller Gesänge Das Öhrli Chörli & das Saumchörli verstehen es ausgezeichnet traditonelles Appenzeller Liedergut vorzuführen. Die beiden Jodlelchörli treten in der original Appenzellertracht auf und berühren mit dem schönsten Zäuerli. pd  

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