Die Kurve kriegen

03.06.2024 | Timo Züst

Seit Ende April wird neben der Hauptstrasse bei der Lustmühle gebaut. Oder besser: gegraben. Hier entsteht die neue Wendeschlaufe für Postauto und Bus. Dafür muss erst einiges an Platz geschaffen werden. Und damit sind die Aushub-Arbeiten noch nicht beendet.

«Eigentlich sind das hier drei Teilprojekte.» Ueli Schmid trägt seinen Helm an diesem Donnerstag vor allem zum Schutz vor dem Regen. Er ist beim kantonalen Tiefbauamt als Projektleiter für die Erstellung der Buswendeschlaufe in der Lustmühle zuständig. Und die anderen beiden Teilprojekte? «Nach der Schlaufe kümmern wir uns um die Offenlegung des Feldwaldbachs und die Verbreiterung des Geh- bzw. Fahrradwegs.» Dazu kommen die Verlegung einer Schmutzwasser- und einer Wasserleitung. Anders gesagt: Hier wird noch eine Weile gebaggert. Voraussichtlich bis Ende November. Damit wäre die Wendeschlaufe rechtzeitig für den Fahrplanwechsel im Dezember betriebsbereit.

Ohne Fahrgäste wenden

Hier sollen die Postautos – von Stein her kommend – wenden und warten können, um anschliessend den Rückweg in Richtung Herisau anzutreten. Die Fahrgäste steigen aber nach wie vor bei der bestehenden Haltestelle ein und aus. Warum also dieser grosse bauliche Aufwand mit rund 2600 Kubikmetern Aushub und Baukosten von rund 1,45 Mio. Franken? Schliesslich hat es nebenan einen grossen Kiesplatz? «Natürlich hätten wir lieber auf den Aushub verzichtet. Das war aber nicht möglich.» Entsprechende Verhandlungen mit den Grundstückbesitzern seien erfolglos geblieben. Aber: «Mit dieser Schlaufe schaffen wir die nötige Infrastruktur für die Zukunft. Das gilt auch für einen möglicherweise noch dichteren Fahrplan.» Die Idee ist nämlich, dass die Fahrgäste hier in der Lustmühle auf den Zug umsteigen, damit das Postauto nicht mehr durch den dichten Verkehr bis zum Bahnhof St. Gallen fahren muss, wo es an Standplätzen mangelt.

Radweg und Bach

Mit den 2600 Kubikmetern Aushub für die Wendeschlaufe ist es aber nicht getan. Weitere 1300 Kubik sollen für die Offenlegung des Feldwaldbachs abgetragen werden. Dieser wird in Zukunft auf 50 Metern in einem offenen Bachbett entlang der Hauptstrasse geführt, bevor er wieder unter der Erde bzw. in einer Leitung verschwindet. «Dafür braucht es eine Stützmauer gegen die Strasse», erklärt Ueli Schmid. Und nicht nur das: Der bestehende Geh- und Radweg wird deutlich verbreitert – auf drei Meter. «Auch das ist eine Investition in die Zukunft bzw. im Hinblick auf die neue Veloroute zwischen Teufen und St. Gallen.» Für diese Verbreiterung rechnet der Kanton mit Kosten von 480’000 Franken, die Offenlegung des Feldwaldbach soll rund 1,12 Mio. Franken kosten. Während der Bauarbeiten wird die Durchfahrt mit Auto und Fahrrad immer möglich sein. Nur die Fussgänger müssen für kurze Zeit über die Kurvenstrasse ausweichen.

So soll die Buswendeschlaufe mit offengelegtem Bach und verbreitertem Gehweg in Zukunft aussehen. Plan: Tiefbauamt AR

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