Die Jungen packen an

07.06.2019 | Timo Züst
Vernissage_Jugendtreff (2)
Eine nicht ganz vollständige Stammklasse 1a mit Lehrer Tibor Németh und den Mitarbeitenden der Kinder- und Jugendarbeit. Fotos: tiz

Timo Züst

Ab heute verschönern fünf grosse Kunstwerke den Teufner Jugendtreff. Sie stammen aus den Pinseln der Lernenden der Stammklasse 1a G und E. Wie schon bei der Renovation im Jahr 2017 arbeitete die Kinder- und Jugendarbeit für dieses Projekt mit der Sekundarschule zusammen.

„Bei der Renovierung haben wir eine zentimeterdicke Schicht Graffiti von den Wänden gekratzt“, erzählt Thomas Ortlieb. Er leitet die Kinder- und Jugendarbeit – dazu gehört auch der Jugendtreff. Seit der Neugestaltung im Jahr 2017 sind die Wände des Treffs jungfräulich weiss. Ein Schülerprojekt hat das nun geändert. „Die Bilder sind eine richtige Schülerarbeit“, sagt Klassenlehrer Tibor Németh. Er arbeitet mit seiner Sekundarschulklasse, der Stammklasse 1a G und E, seit Ende der Sportferien an den fünf grossen Bildern. Seit heute hängen Sie nun im Jugendtreff. „Die Schüler haben die Werke von Grund auf selbst erstellt. Wir haben sozusagen nichts fertig eingekauft.» Der Rahmen der bis zu zwei Meter langen Bilder besteht aus Dachlatten. Darüber wurde von den 12- bis 14-jährigen Lernenden Leinwand gespannt und anschliessend bemalt.

Mit Stolz dabei

Teufen, Billard, Sport oder optische Effekte – die Konzepte der Bilder lassen sich beim Betrachten erahnen. „Dieses konzeptionelle Denken ist in diesem Alter eine Herausforderung“, sagt Tibor Németh. Mit dem Resultaten sind er, seine Schüler und die Kinder- und Jugendarbeit aber sehr zufrieden. Es ist bereits die dritte erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Thomas Ortlieb und Tibor Németh. Für die Lernenden seien Projekte in Verbindung mit dem Jugendtreff immer besonders reizvoll. „Das hier ist so ein bisschen ihr Ort, genau wie die Schule“, sagt der Lehrer. Die Motivation für das Projekt sei deshalb auch entsprechend hoch gewesen – und bis zum Schluss geblieben.

Post-Lernende im Einsatz


Auch andernorts waren diese Woche junge Menschen im Einsatz: Zwei Klassen angehender Detailhandelsfachleute der Post haben in Teufen, Gais und Bühler unentgeltlich mit angepackt. Hat’s etwas gebracht?

„Es ist ein gutes Gefühl, dass wir mit unserer Arbeit hier etwas Schönes für die Bewohnenden des Lindenhügels gemacht haben“, sagt Arbër Sopi. Er ist wie die anderen Lernenden auf dem Gruppenfoto in der Ausbildung zum Detailhandelsfachmann bzw. zur -fachfrau bei der Post. Er wohnt in Pfäffikon und arbeitet in Rüti (ZH). Er geht also nicht wie seine Kollegin Vanessa Colanero in Chur zur Schule – sie ist in seiner Parallelklasse. Dass sie beide hier sind, hat mit der Natur dieser Projektwoche zu tun. David Lei ist als Ausbilder Deutschschweiz bei der Post für die Organisation der Wochen im Rotbachtal verantwortlich und erklärt: „In der Deutschschweiz bilden wir insgesamt sechs Klassen à 16 bis 20 Personen zu Detailhandelsfachleute aus. Mit jeweils zwei Parallelklassen veranstalten wir dann solche Praxiswochen.“ Das Ziel dabei: Die Teilnehmenden sollen ihre Sozialkompetenzen verbessern. Glaubt man Arbër Sopi, hat das gut funktioniert: „Wir haben kaum gemerkt, dass wir zwei verschiedene Klassen sind.“ Auch Vanesssa Colanero teilt seine Meinung: „Es hat wirklich gut geklappt – auch in der Unterkunft.“

Im Wald, im Pflegeheim und beim Bauamt

Die Lernenden waren in den vergangenen Tagen im ganzen Rotbachtal im Einsatz: In Gais halfen sie beim Forstamt und im Alterszentrum Rotenwies, im Bühler im Altersheim am Rotbach, in Teufen beim Haus Lindenhügel, bei der Stiftung Waldheim und beim Bauamt aus. Dass sich die Post das Rotbachtal ausgesucht hat, hat drei Gründe. „Hier gibt es genügend Gruppenunterkünfte, das Gebiet hat Potenzial für die Art von Arbeiten, die wir suchen und die Organisation ist sehr professionell“, erklärt David Lei. Das Projekt endet heute Nachmittag – die Lernenden dürfen um 15.40 Uhr auf den Zug nach Hause. Wie wars? „Es war cool. Mal etwas anderes. Aber auch sehr streng“, sagt Vanessa Colanero. Und Arbër Sopi: „Ich fands auch cool, eine Abwechslung vom Alltag. Gartenbauer ist sicher kein schlechter Job – aber längerfristig wäre es wohl nichts für mich.“ Der Ausbilder zieht ein positives Fazit: „Die Lernenden waren wirklich sehr motiviert. Auch wenn sie Blasen oder Kopfweh hatten, wollten sie noch weitermachen. Ist immer super, wenn es so gut läuft.“

 

 

Top-Artikel

Top-Artikel

Anzeige

Anzeige

GU-Alpstein-Animation2024

Nächste Veranstaltungen

Freitag, 19.07.2024

Wochenmarkt Teufen

Sonntag, 21.07.2024

Gschichteziit

Aktuelles

×
× Event Bild

×
×

Durchsuchen Sie unsere 7299 Artikel

Wetterprognose Gemeinde Teufen

HEUTE

18.07.24 21:0018.07.24 22:0018.07.24 23:0019.07.24 00:0019.07.24 01:00
19°C18.3°C17.7°C17.3°C16.9°C
WettericonWettericonWettericonWettericonWettericon

MORGEN

19.07.24 05:0019.07.24 09:0019.07.24 12:0019.07.24 15:0019.07.24 20:00
16.7°C22.2°C24.3°C25°C19.8°C
WettericonWettericonWettericonWettericonWettericon