Die Gleisstopfmaschine ist bereit für den Einsatz

31.07.2018 | Erich Gmünder
krampmaschine AB einfahrt Teufen (170)

Bildbericht: Erich Gmünder

Am Montagnachmittag traf eine besondere Zugskomposition am Bahnhof in Teufen ein: Die Kramp- und die Planiermaschine wird in den nächsten 14 Tagen die Gleise zwischen Teufen und St. Gallen auf dem Schotter befestigen und millimetergenau ausrichten.

Die  Zugskomposition wurde in Gossau angeliefert und von einer Lokomotive nach Appenzell gezogen. Von dort fuhr sie im Dieselbetrieb selbständig nach Teufen.

Hier musste vorgängig die Weiche 1 manuell umgestellt werden, damit der Zug auf das richtige Gleis fahren konnte.

Nach der Durchfahrt durch das Dorf wurden die beiden Maschinen bei der Haltestelle Niederteufen abgestellt.

Der Einsatz des Krampzuges bedarf langfristiger Planung: Bereits vor zwei Jahren wurde die Komposition reserviert, und in den letzten Wochen wurde auf den Baustellen zwischen Teufen und St. Gallen alles daran gesetzt, damit die Strecke auf den Tag genau bereit ist für den Einsatz. So wurde mit Hochdruck am Einbau des Gleiskörpers bei der total erneuerten Haltestelle Lustmühle und der Verlängerung der Doppelspurinsel auf 400 Metern gearbeitet.

Die Arbeit der Krampmaschine –  auch Gleisstopfmaschine genannt – besteht aus zwei Teilen: dem eigentlichen Krampen und dem Planieren. Beim Krampen wird der Schotter unter die Gleise gestopft. Die Maschine hat ein Eigengewicht von 54 Tonnen. Danach folgt das Planieren des Schotters seitlich der Gleise durch die Planiermaschine mit einem Eigengewicht von 64 Tonnen. Damit wird verhindert, dass sich die Gleise seitlich verschieben können.

Die Krampmaschine ist vollbepackt mit Hightech: Mittels moderner Messtechnik werden sowohl die Höhe wie auch die Lage der Gleise millimetergenau bestimmt. Das ist insbesondere im Bereich der Haltestellen entscheidend: Der Spalt zwischen dem Trittbrett, das bei der Einfahrt der neuen Tango-Züge ausgefahren wird, und dem Perron darf nicht mehr als 5 Zentimeter betragen, um ein gefahrloses und komfortables ebenerdiges Ein- und Aussteigen zu gewährleisten, wie es gemäss Behindertengleichstellungsgesetz verlangt wird.

Eine besondere Herausforderung ist das in der neuen Haltestelle Lustmühle, da diese in einer Kurve liegt – ein Unikum, das weitherum beachtet werden dürfte, wie AB-Direktor Thomas Baumgartner anlässlich einer Besichtigung mit Medienleuten erklärte.

Die Arbeitsgeschwindigkeit des Krampzuges beträgt 250 Meter in der Stunde. Der Einsatz beginnt am Freitagmorgen um 6 Uhr zwischen Sternen und Niederteufen. Samstag und Montag sind die neue Doppelspur und der Bereich der Haltestelle in der Lustmühle an der Reihe. Am Mittwoch folgt die neu erstellte Doppelspur in der Liebegg.

Plangemäss wird am Donnerstag die Neubaustrecke bei der Tunneleinfahrt im Riethüsli erreicht. Da die Gleise im Tunnel fest eingebaut sind, entfällt dort das Krampen. Danach folgt der Einsatz über die neue Brücke an der Oberstrasse bis zur Bahnhofeinfahrt in St. Gallen. Anschliessend wird der Krampzug alle Teilprojekte der Neubaustrecke noch einmal bearbeiten und justieren.

Insgesamt dauert der Einsatz 14 Tage. Danach erfolgen letzte Schritte bei der Installation der Fahrleitungen, der  Zugsicherung und der Perronhäuschen. Anfangs September muss die Strecke bereit sein für die ersten Testfahrten des Tangozuges zwischen Niederteufen und St. Gallen.

 

 

 

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