«Der Fernblick ist ein ökumenisches Bildungshaus»

05.04.2013 | Erich Gmünder
2-anna regula maurer fernblick (3)
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Anna Regula Maurer ist seit einem halben Jahr die neue Leiterin des Fernblicks. Foto: EG

 

«Viele Teufnerinnen und Teufner wissen nicht, was wir wirklich machen hier oben», sagt Anna Regula Maurer. Die neue Leiterin will dem abhelfen und noch vermehrt den Kontakt mit der Gemeinde und deren Institutionen suchen. Nicht zuletzt auch, um allfällige Vorurteile abbauen zu können.

Die Bernerin hat vor einem halben Jahr ihre berufliche Tätigkeit in Thun aufgegeben und ist dem Ruf des Katharina-Werks in Basel gefolgt, um als Nachfolgerin von Theres Bleisch die Leitung des Fernblicks zu übernehmen.

Eine breit gespannte Aufgabe hat sie hier erwartet: die programmliche Ausrichtung, die Teamleitung mit 6 festangestellten und mehreren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen sowie Projektarbeit.

Sie bietet Seminare zu Themen der praktischen Lebensbewältigung an, ist Mitleitende in weiteren Kursen und begleitet als ausgebildete Psychotherapeutin ambulant Menschen in schwierigen Lebenssituationen aus der näheren und weiteren Umgebung.

Ihr obliegt auch die Budgetverantwortung, das Sponsoring und die Öffentlichkeitsarbeit. Vielfältiges Angebot Sie werde immer wieder gefragt, was der Fernblick denn eigentlich sei. Damit auch die Teufnerinnen und Teufner noch vermehrt vom Angebot profitieren können, sucht sie deshalb aktiv die Vernetzung mit der Gemeinde, den Kirchen und Institutionen wie zum Beispiel dem neu gegründeten Forum Palliative Care Teufen.

Die 54-Jährige ist im Berner Seeland aufgewachsen. Nach der Erstausbildung im kaufmännischen Bereich studierte sie Sozialarbeit und bildete sich später in christlicher Meditation, körperorientierter Psychotherapie und Lichtheilung weiter. Zudem verfügt sie über betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Erfahrungen.

Fernblick – Haus der Versöhnung

An der grundsätzlichen Ausrichtung ändert sich nichts. Bei allen Angeboten steht der Versöhnungsgedanke im Vordergrund: Versöhnung mit sich, mit der eigenen Geschichte, mit der Umwelt.

Der Fernblick ist eine Herberge auf Zeit, wo die Menschen inne halten, ihr eigenes Leben überdenken und Kraft schöpfen können für den weiteren Weg. Hierbei werden sie kompetent und liebevoll begleitet.

Umgang mit dem Trauma

Von einem Trauma betroffene Menschen sollen lernen, dass das Leben stärker ist als das Trauma. Dieses Ziel wird im «Fernblick» verfolgt, wenn sich Betroffene auf die von der Traumaexpertin Anna Kuwertz aus Freiburg im Breisgau ausgearbeitete Methode «Trafo – Trauma und Transformation» einlassen.

Betroffene sollen die Erfahrung machen, dass Traumata auch als Chance für einen tiefen Reifungsprozess verstanden werden können. Ein Reifungsprozess, der die Menschen stabilisiert und auf dem Weg der Transformation spüren lässt, dass das Leben eben doch stärker ist als das Trauma.

Eine erste Projektwoche mit Anna Kuwertz ist bereits letzten Herbst im «Fernblick» durchgeführt worden. Dieses Jahr folgt ein Wochenende, nächstes Jahr wieder eine ganze Woche. «Überdies finden zweimal jährlich im «Fernblick » sogenannte 14-tägige Oasenzeiten statt, an denen ebenfalls regelmässig Traumabetroffene teilnehmen », so die Leiterin Anna Regula Maurer. pd.

www.fernblick.ch

 

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