
«Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen», sagt Andrea Zischg. Es ist Montagnachmittag, Coiffuren-Sonntag, im Salon an der Landhausstrasse 1 ist es für einmal ruhig. Hier gehen seit fast 40 Jahren Kundinnen ein und aus. «Meine Eltern Susanne und Fredy Mosberger zogen 1988 vom Dorfzentrum hierher. Eröffnung war am 12. April.» Andrea Zischg ist in und um den Coiffuren-Beruf aufgewachsen. Die Lehre absolvierte sie im Speicher. Bald darauf kam sie in den elterlichen Betrieb zurück – seit 19 Jahren arbeitet sie hier. Am 1. Juli 2015 übernahm sie das Coiffure Mosberger schliesslich als neue Inhaberin. «Das Geschäft lief immer gut. Und das tut es auch heute noch. Wir haben sehr viele sehr treue Kunden.»
Das sind auch die Hauptgründe, die den Entschluss aufzuhören, so schwierig gemacht haben: die familiäre Geschichte des Salons und die enge Beziehung zu den Kunden. «Einige kommen seit so vielen Jahren jede Woche hierher, dass zwischen uns längst eine Verbindung entstanden ist.» Trotzdem will sie jetzt etwas verändern. Ihre beiden Kinder sind inzwischen 6 und 5 Jahre alt. «Da passiert gerade sehr viel. Schule, Hobbys, Freunde. Das will ich als Mutter miterleben und nicht immer zwischen Geschäft und Familie hin- und hergerissen sein.» Deshalb hat das Coiffure Mosberger per 31. März seine Türen geschlossen. Wo möglich, hat Andrea Zischg ihre Kundinnen und Kunden an benachbarte Coiffure-Salons weitervermittelt. «Auch meine Mitarbeiterin hat bereits wieder eine Stelle gefunden.» Und was ist mit ihrer beruflichen Zukunft? «Ich will auf jeden Fall wieder arbeiten. Aber wie, was und wann weiss ich jetzt noch nicht. Für diese Entscheidung werde ich mir genug Zeit lassen.»