Biodiversitäts-Park auf der Schäflisegg

10.07.2024 | Sepp Zurmühle

Der Regen hatte aufgehört. 20 Interessierte besichtigen den einmaligen Garten von Andreas Kuster den er im Laufe der letzten 28 Jahre auf rund 5 Hektaren erschaffen hat, bzw. «wachsen» liess mit unzähligen Zwischenpflanzungen.

Hinweis: Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen Print-Ausgabe auf der Seite 38.

Nebst hunderten Bäumen und Sträucher pflanzte Kuster auch unzählige Stauden, meist einheimische, aber auch ein paar Exoten, die es ihm angetan haben. Entstanden ist ein abwechslungsreicher Park mit hoher Biodiversität, in dem es viele Dutzend Pflanzen- und Tierarten zu bewundern gibt. So ist denn auch der Austausch unter den Teilnehmenden und im lockeren Dialog mit Andreas Kuster interessant und inspirierend.

Kuster ist kein Freund von Umpflügen und auf offenen Boden pflanzen. Er geht, wo immer möglich, vom Standort aus, wie er sich präsentiert und lässt grundsätzlich zuerst einmal wachsen, was wachsen möchte. Er beobachtet und über die Jahre ergänzt er mit gezielten Einpflanzungen die unterschiedlichen Standorte – je nach Besonnung, Topographie und Bodenbeschaffenheit.

Gemäht wird nicht mehr oder nur noch einmal im Herbst und schmale Streifen und kleine Zwischenflächen auf denen der Grossgarten durchwandert werden kann. Beim Rundgang wird nicht nur über die Pflanzenarten gefachsimpelt, sondern auch über Insekten, im Besonderen Schmetterlinge, aber auch Mäuse, Wiesel usw.. Die im letzten Jahr errichtete Wieselburg scheint noch nicht bewohnt zu sein, obschon in der Nähe bereits wieder erste Wiesel gesichtet werden konnten. Vielleicht sind sie aber auch so «diskret», dass man es einfach noch nicht bemerkt hat.

Gegen Ende des zweistündigen Rundgangs zeigt Andreas Kuster, wie er beim Zwischenpflanzen vorgeht. Mit einem leichten Gartenpickel reisst er zuerst den Wurzelballen seitlich etwas auf, damit die Wurzeln sich danach besser ausbreiten können. Mit dem gleichen Werkzeug macht er ein Loch an der passenden Stelle, und setzt den Wurzelballen der Pflanze ein. Hier beispielsweise ein Ruten-Weidrich. Mit etwas grobem, feuchtem Sand wird die Verbindung zwischen dem Boden und dem Wurzelballen erleichtert. Am Schluss wird noch kaum merklich angedrückt. Dann reisst Kuster noch etwas Gras aus der Umgebung ab und macht eine Art Mulchabdeckung, damit die Feuchtigkeit besser erhalten bleibt, was ja in diesem Jahr bisher kaum ein Problem darstellt.

Gut gelaunt wird noch weiter gefachsimpelt. Einzelne Anwesende nehmen gerne noch die eine oder andere Pflanze mit in den eigenen Garten und tragen damit die Idee einer reichen biologischen Vielfalt weiter, dies ganz im Sinne der Teufner Aktion für Biodiversität sowie ganz vieler Menschen und v.a. der Natur selber.

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