«Bhüet di Gott, Verena!»

20.06.2023 | TPoscht online
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Pfarrerin Verena Hubmann und das ukrainische Vokalensemble "Orpheus" beim gemeinsamen Feiern des Abschiedsgottesdienstes. Fotos: Marianne Neff-Gugger

Martin Bollhalder

Am vergangenen Sonntag feierte die langjährige Teufner Pfarrerin Verena Hubmann ihren Abschiedsgottesdienst. Ein Gottesdienst, der sowohl inhaltlich wie musikalisch unter die Haut ging.

14 Jahre lang hat Verena Hubmann als Pfarrerin in der Reformierten Kirche Teufen gewirkt, gepredigt, getröstet, getauft, vermählt, genetzwerkt, Neues erschaffen und mitgestaltet. Nun wagt sie den Schritt in eine neue berufliche Herausforderung und übernimmt ab August ein Pfarramt in Schaffhausen.

In ihrem Abschiedsgottesdienst am Flüchtlingssonntag gelang es Verena, das Thema Abschied, der für viele Flüchtlinge einen von vielen belastenden Momenten in ihrer Flucht darstellt, mit ihrer eigenen Situation und ihren Emotionen in Verbindung zu bringen. Wie immer tat Verena dies leichtfüssig und in aller Selbstverständlichkeit. Und dennoch merkte man der erfahrenen Berufsfrau an, wie schwer ihr dieser Abschied fällt und wie sehr ihr die Teufnerinnen und Teufner in den vielen Jahren ans Herz gewachsen sind.

So sprach denn auch Marion Schmidgall Mäder, Präsidentin der Vorsteherschaft der Reformierten Kirche Teufen, in ihrer Abschiedsrede von Verena als der «Pfarrerin der Herzen» und würdigte ihre langjährige Arbeit und ihren wertvollen Einsatz für eine lebendige, farbenfrohe, brückenbauende und menschennahe Kirche. Auch Pfarrkollegin Andrea Anker verabschiedete sich in einer rührenden Rede von ihrer Kollegin und bedankte sich für elf Jahre gemeinsamen Wirkens. Wenn auch unterschiedlich in ihrem Wesen und ihrer Art, Pfarrerin zu sein, hätten sie doch stets am gleichen Strang gezogen und gemeinsam viel Gutes in Teufen bewirkt und bewegt.

Direkt ins Herz und in die Seele ging auch die Musik dieses einzigartigen Gottesdienstes, den das ukrainische Vokalensemble «Orpheus», das nun schon zum vierten Mal in Teufen gastierte, mitgestaltete. Die sieben Ukrainer füllten allein mit ihren Stimmen die Grubenmannkirche mit orthodoxen und ukrainischen Klängen und brachten mit ihren Bässen den ganzen Raum zum Vibrieren.

In ihrer Abschiedspredigt und auch in vielen ihrer früheren Predigten machte Verena Hubmann immer mal wieder sprachwissenschaftliche Exkurse, indem sie Wörter und Formulierungen auf ihre eigentliche Bedeutung und ihre Herkunft hinterfragte. Was ist denn genau gemeint, wenn jemand «das Zeitliche segnet»? Oder wer ist impliziert, wenn wir heute «Grüezi» sagen? Diese interessanten linguistischen Ausflüge, Verenas sprachliche Gewandtheit und ihre Fähigkeit, Dinge aus den unterschiedlichsten Perspektiven zu betrachten wird auch der Verfasser dieses Textes sehr vermissen. Es bleibt ihm, herzlich Danke zu sagen für viele Momente des Lachens, der Erhellung und der Inspiration. Mach’s gut liebe Verena und «Bhüet di Gott»!

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