Beton statt Natursteine

02.10.2023 | Nerina Keller
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Die Stützmauer wird ebenfalls erneuert. Fotos: nek

Nerina Keller

Auf Höhe Obertobel, einige Meter vor dem Abzweiger zur Waldegg, wird gebaut. Vielen mag es noch gar nicht aufgefallen sein: An dieser Stelle fliesst ein Bächlein unter der Strasse durch. Und dessen Bachlauf muss saniert werden. Strassenkreisinspektor Lorenz Inauen vom Kanton erklärt, was gemacht wird. Und wie lange die Baustelle noch dauert.

«Bis zum ersten November müssen wir weg sein vom Gewässer», sagt Inauen. Dann beginnt die Schonzeit der Fische. Bis dahin muss der Grossteil der Bachbett- und Durchlauf-Sanierung abgeschlossen sein. Nachdem der untere Teil bereits vor rund zwanzig Jahren erneuert wurde, ist nun der obere Teil dran. «Der alte Natursteindurchlass ist nach und nach verfallen.» Wo das Bächlein unter die Erde fliesst, steht die Portalwand mit einem kleinen Durchlass. Diese wurde nun betoniert. «Wir konnten die Natursteinwand nicht abbauen, sonst wäre alles zerfallen.» Deswegen wurde die bestehende Wand mit Beton ausgepresst.

Ebenfalls betoniert wird die Bachsohle. Auch sie bestand bis anhin aus Natursteinen. «Dafür muss der ganze Bach umgeleitet werden, damit es zu keinen Verschmutzungen kommt.» Das ist nötig, während der Bachlauf auf rund 25 Metern betoniert wird – auch im Durchlass unter der Strasse. Dafür wird das Wasser in einem Schacht gepumpt. Von dort gelangt es in einen Ablauf und weiter unten wieder in den Bach. Rund zwei Wochen sind für die Betonier-Arbeiten geplant. «Das ist alles Handarbeit und natürlich ist es nicht besonders angenehm, unterirdisch zu betonieren.» Anschliessend wird auch noch die Stützmauer vor der Portalwand erneuert.

«Wir haben auch eine Variante im offenen Bauverfahren geprüft.» Das wäre aber erheblich teurer gewesen und aus ökologischer Sicht nicht so gewinnbringend, dass sich Aufwand und Ertrag die Waage gehalten hätten. «Sogar wenn es ein Jahrhundert-Hochwasser gibt, fahren wir mit dieser Variante finanziell besser.» Der Durchlass würde bei einer enormen Wassermenge zwar überlastet und es käme zu einem Überlauf. Der Schaden hielte sich aber trotzdem in Grenzen. «Das Wasser würde aus dem Bach auf die Wiese und über die Strasse laufen, Häuser kämen aber keine zu Schaden.» Rund 245’000 Franken kostet die Sanierung den Kanton. Einen kleinen Teil der Kosten übernimmt auch die Gemeinde: 10’000 Franken. Grund ist der Veloweg, der über den Bach geht und der in Besitz der Gemeinde ist.

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