"Bei mir ist die Türe immer offen"

02.04.2015 | Erich Gmünder
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Unter der Linde, welche dem Lindenhügel den Namen gab: Elisabeth Bleiker blickt auf die ersten hundert Tage in Teufen zurück. Fotos: EG

Die neue Leiterin der Altersheime Lindenhügel und Bächli ist des Lobes voll über die Teufner Institutionen, ihre Bewohner, Mitarbeiter und die Heimkommission: «Das Niveau, das hier geboten wird, liegt weit über dem Schweizer Durchschnitt», sagt die gebürtige Bündnerin, die anfangs Jahr die Nachfolge von Yvonne Blättler angetreten hat.

Elisabeth Bleiker ist begeistert über die Kultur, welche in den beiden Häusern herrscht, und strahlt, wenn sie erzählt, wie sie vom Team und von den Bewohnern aufgenommen wurde. Das liegt sicher auch daran, dass sie selber offen ist – auch für Kritik. «Ich darf auch stolpern», findet sie. Die Fehlerkultur findet sie ganz entscheidend für eine Institution, in der es um das Wohl der ihr anvertrauten Menschen geht.

Mehr als Symbolwert hat die Tatsache, dass sie als erstes die durch ein Möbel verbarrikadierte Türe zu ihrem Büro geöffnet hat. Sie freut sich, wenn Mitarbeitende offene Fragen ganz unkompliziert im direkten Gespräch klären oder Bewohnerinnen und Bewohner spontan für einen Schwatz vorbeischauen. «Mir könnte doch nichts Schöneres passieren.»

Die zweifache Mutter ist in Nufenen GR aufgewachsen, absolvierte in Chur die Lehre als Psychiatriepflegerin und war danach 17 Jahre in Winterthur im Spitexbereich und in der Ausbildung von Pflegepersonal tätig, bevor sie sich entschied, berufsbegleitend eine Ausbildung als Institutionsleiterin zu absolvieren. Praktische Erfahrungen sammelte sie die letzten vier Jahre als Leiterin eines privaten Alters- und Pflegeheims in Weinfelden.

In Teufen schätzt sie hohe Professionalität: «Qualitätsmanagement ist hier nicht ein Schlagwort, sondern ein dauernder Prozess.» Als Beispiel erwähnt sie den beispielhaften Umgang bei Todesfällen, «wo die Verstorbenen dort hinausgetragen werden, wo sie hereingekommen sind: Durch den Haupteingang. » Diese wertschätzende Haltung werde von allen Mitarbeitenden getragen. Hilfreich empfindet sie auch die Heimkommission, die neben der strategischen Führung auch im Heimalltag unterstützend spürbar sei.

Bächli und Lindenhügel: Zwei verschiedene Kulturen

Elisabeth Bleiker hat auch die Hauptverantwortung in der Funktion als Heimleitung des Hauses Bächli, das rein von den baulichen Voraussetzungen her eine ganz andere Kultur vermittle, aber nach den genau gleichen professionellen Kriterien betrieben werde. «Ich fühle mich in beiden Welten sehr wohl.»

Das Haus Bächli erhielt vor kurzem die Bewilligung als vollwertiges Pflegeheim, so dass die jetzt hier lebenden Bewohner keine Angst haben müssten, das Haus verlassen zu müssen, wenn der Pflegebedarf intensiver wird.

Ob das auch in Zukunft so ist, dafür könne sie keine Garantien abgeben. Elisabeth Bleiker arbeitet in der Arbeitsgruppe der Heimkommission zur Zukunft des Bächli mit, wo derzeit sämtliche Optionen offen geprüft würden. «Verlustängste müssen aber weder Bewohner noch Mitarbeitende haben; wir möchten sie nach Möglichkeit in den wegweisenden Prozess integrieren», sagt die neue Leiterin.

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Elisabeth Bleiker durfte unlängst den Männerchor Tobel Teufen zu einem Ständchen im Haus Bächli begrüssen.

 

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