Ausgebuchte Berufstage an der Holzfachschule Teufen

22.01.2013 | TPoscht online
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holzfachschule teufen
Das Bild täuscht: Schreiner und Zimmermann sind alles andere als Fliessbandberufe. (Bilder: zVg)

Bereitwillig erzählen die Knaben der ersten Klasse der Sekundarschule Oberegg von ihren Eindrücken an der Appenzeller Holzfachschule. Für die einen ist bereits klar, dass sie einen Beruf in der Holzverarbeitung erlernen wollen. Andere hatten bisher in anderen Berufsrichtungen geschnuppert und haben nach diesem Tag entschieden, dass für die nächsten Ferien auch eine Schnupperwoche in einer Schreinerei oder Zimmerei auf dem Programm stehen wird.

Gemeinsam ist ihnen allen, dass der Tag in Teufen interessant, lehrreich und absolut kurzweilig war. Auf die Frage, was ihnen an einem «hölzigen» Beruf gefalle, antworten sie ähnlich wie die ausgelernten Schreiner- und Zimmermeister: der warme und lebendige Werkstoff Holz, der sich vielseitig verwenden lässt und mit dem ein Produkt geschaffen wird, welches über Jahre hinweg Freude bereitet.

Vielseitig und solid

Doch bietet das holzverarbeitende Gewerbe noch viel mehr, wie Thomas Meier, Leiter der Appenzeller Holzfachschule, ausführt: ein vielseitiger Arbeitsort, der sich nicht nur über einen Computer definiert, sondern zwischen Werkstatt und Baustelle wechselt und dabei ständig im Kontakt mit anderen Berufen steht; ein vollständiger Arbeitsprozess, welcher sich von den ersten Skizzen über einen detaillierten Plan bis hin zum vollendetem Produkt erstreckt; schliesslich bieten die Schreiner- und Zimmermannslehre eine Plattform für ein breites Tätigkeitsfeld. Sei es im Bereich der Architektur oder bei Holzliferanten, eine handwerkliche Grundausbildung bietet eine optimale Voraussetzung.

All dies führt dazu, dass der Arbeitsmarkt hungrig ist nach guten Schreinern und Zimmerleuten, was die Stellensuche nach der Lehre einfach macht.

holzfachschule teufen
Schon bei den Berufstagen, wie später in der Lehre, legen die Verantwortlichen grossen Wert auf einen sicheren Umgang mit den Maschinen.

2- und 4-jährige Lehre

In Teufen erfahren die Mädchen und Knaben aber nicht nur, was sie alles im Schreinerberuf erwartet, sondern auch, wie sich die Lehre gestaltet und was es dazu braucht. Gefragt sind fleissige und kreative Köpfe mit einem handwerklichen Flair und einem guten räumlichen Vorstellungsvermögen. Im schulischen Bereich sind vor allem Rechnen und Geometrie wichtig. Für schwächere Schüler gibt es die Möglichkeit einer zweijährigen Praktiker-Lehre, welche ebenfalls zu einem eidgenössisch anerkannten Abschluss führt und den meisten den Weg zur vierjährigen Lehre eröffnet.

Mit all diesen und vielen Erfahrungen und Informationen mehr kehren die Schüler verschiedener Oberstufen aus dem Appenzellerland nach Hause. Doch nicht nur sie sind vom Tag an der Appenzeller Holzfachschule begeistert. Auch ihre Lehrer schätzen den praxisbezogenen Einblick, welcher jährlich von den Schreiner- und Zimmermeisterverbänden beider Appenzell durchgeführt wird. Denn was sie täglich in der Schule zu vermitteln versuchen, aber bei den Schülern nicht immer Gehör findet, wird hier auf echte und glaubwürdige Weise vorgelebt. pd.

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