Auf der Rampe statt in der Tonne

09.03.2022 | Timo Züst
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In Gais ist «Food Chat» schon seit vergangenem Sommer aktiv. Links mit Kappe: Gründer Ivo Streiff. Foto: zVg Die Organisation «Food Chat» will der unnötigen Vernichtung von Lebensmitteln entgegenwirken. Dafür fängt sie ausgesondertes Gemüse und Obst zwischen Gross- und Detailhändler ab und bietet es an lokalen Rampenverkäufen an. Nun kommt dieses Angebot auch nach Teufen: Jeden Freitag von 14:30 bis 15:30 Uhr auf dem Zeughausplatz. Was es jeweils zu kaufen gibt, erfährt man im dazugehören WhatsApp-Chat (Anmeldung via Website). «Diese Lebensmittel sind tipptopp. Vielleicht haben sie einen Schalenfehler oder sind schon zu reif für die Wartezeit im Laden – das ist alles.» Andreas Karolin ist Teil des «Food Chat»-Teams. Die Organisation wurde vor zwei Jahren von Ivo Streiff im Thurgau gegründet. Die Idee entstand einst bei einer Flasche Wein und einem Gespräch über Trauben. Zwei Tonnen davon hätte der befreundete Grosshändler von Ivo Streiff eigentlich zurücknehmen müssen – sie entsprachen nicht den Vorgaben des Grossverteilers bzw. Detailhändlers. Statt die Trauben aber wie üblich zu vernichten bzw. der Biogasanlage zu übergeben, verkaufte Streiff sie im Dorf. Kurz darauf gründete er «Food Chat». Mittlerweile fahren die Lieferwagen 13 Standorte im Thurgau, St. Gallen und dem Appenzellerland an. Seit diesem Freitag auch Teufen. Bereits in Gais Teufen liegt für «Food Chat» sozusagen auf dem Weg. Seit vergangenem Sommer bietet die Organisation ihre Produkte auch in Gais an. «Dort ist der Verkauf sehr gut angelaufen. Wir hoffen in Teufen auf einen ähnlichen Erfolg. Logistisch macht der Halt auf jeden Fall Sinn», sagt Andras Karolin. Und wie funktioniert das ganze denn nun? Ziemlich einfach: Wer interessiert ist, tritt dem WhatsApp-Chat der Organisation bei – den finden Sie hier. Jeweils am Donnerstag erfahren Sie über diesen Kanal, was am Freitag im Angebot (Produkte, Zustand, «Mängel» etc.) sein wird. «Das variiert natürlich stark. Vergangene Woche waren es noch sehr viele Salate. Jetzt gerade Ananas und Orangen.» Deshalb macht ein Beitritt laut Karolin in jedem Fall Sinn – auch wenn spontane Kundschaft ebenfalls willkommen ist. «Wichtig zu wissen ist, dass diese Lebensmittel alle in einem sehr guten Zustand sind.» Tiefere Preise Zwar muss «Food Chat» für seine ausgesonderten Lebensmittel deutlich weniger bezahlen als die Detailhändler. Aber gratis abgeben können sie diese trotzdem nicht – auch wenn man nicht auf Gewinn aus ist: «Wir betreiben in Dozwil einen Kühlraum, haben Lieferwagen und investieren viel Zeit», so Andreas Karolin. Die Preise der Lebensmittel werden kostendeckend festgelegt und liegen damit noch deutlich unter dem, was man im Supermarkt für sie bezahlen würden. Ausserdem: «Was nicht verkauft wird, landet noch immer nicht per se in der Tonne. Wir versuchen, alles an Organisationen zu übergeben, die die Produkte weiterverarbeiten.»  tiz

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