Atersheim Haus Bächli soll erhalten bleiben

28.11.2014 | TPoscht online
altersheim baechli (1)

altersheim baechli (1)

Um die Zukunft des Alters- und Pflegeheims Haus Bächli auch längerfristig sicherstellen zu können, hat die Heimkommission Teufen den Projektauftrag «Zukunft Haus Bächli» erteilt. Eine Arbeitsgruppe wird sich intensiv mit der zukünftigen Ausrichtung des Hauses auseinandersetzen, teilt die Heimkommission mit.

Die Gemeinde Teufen betreibt drei eigene Alters- und Pflegeheime mit insgesamt 119 Pflegeplätzen auf der kantonalen Pflegeheimliste. Durch diese Angebote wird eine Basis geschaffen, die es allen Einwohnerinnen und Einwohnern erlaubt, in Selbständigkeit und Würde alt zu werden.

Neue Strategie

Die Zukunft des ehemaligen Bürgerheims Haus Bächli stand jedoch längere Zeit auf der Kippe. Die Planung ging davon aus, das Haus mittelfristig aufzuheben und als Ersatz durch einen Anbau im Haus Lindenhügel zusätzliche Heimplätze zu schaffen. Nun wird geprüft, ob das Haus Bächli so ausgerichtet werden kann, dass es den aktuellen Anforderungen genügt.

Was hat die Heimkommission zu diesem Schritt bewogen? Oliver Hofmann, Gemeinderat und Präsident der Heimkommission: «Die Heime Teufen besitzen bereits heute einen ausgezeichneten Ruf in der regionalen Pflegeheimlandschaft. Diese Position wollen wir festigen und weiter ausbauen. Daher ist es notwendig, dass wir uns aktiv mit den zukünftigen Anforderungen auseinandersetzen. Dazu gehört auch der Einbezug des Hauses Bächli in die strategischen Überlegungen.»

Die Arbeitsgruppe setzt sich zusammen aus Cristina De Biasio Marinello (Pflegeexpertin), Ulla Ahmann (Bereichsleiterin Haus Bächli), Valéria Cappis (Mitglied der Heimkommission) und Elisabeth Bleiker (Heimleitung Haus Lindenhügel und Haus Bächli). Hauptziel soll sein, die Pflegeplätze wie auch die Arbeitsplätze weiterhin in Teufen zu erhalten. Erste Resultate werden per Mitte 2015 erwartet.

Pflege bis in die höchste Pflegestufe Bewohnerinnen und Bewohner konnten bisher im Haus Bächli nur bis in die Pflegestufe 7 gepflegt und betreut werden. In Ausnahmefällen konnte beim Kanton eine Sonderbewilligung eingeholt werden, so dass Betroffene, bei denen der Pflegeaufwand gestiegen ist, nicht an einen anderen Heimstandort verlegt werden mussten. Seit 1. Oktober 2014 erteilt der Kanton keine Bewilligungen mehr.

Die Heimkommission Teufen hat sich entschlossen, den Antrag zu stellen, dass im Haus Bächli neu die Pflege und Betreuung bis zur höchsten Pflegestufe möglich wird. Von insgesamt 21 Kriterien sind bereits deren 19 erfüllt. Einer Bewilligung wird somit nichts mehr im Wege stehen. Mit diesem Schritt sind die bestehenden Arbeitsplätze wie auch Pflegeplätze für die kommenden Jahre gesichert.

Rücktritt aus der Heimkommission

Nach über 6 Jahren Mitwirkung in der Heimkommission Teufen hat der in St.Gallen praktizierende Arzt, Dr. Martin Date, auf Ende Mai 2015 seinen Rücktritt bekanntgegeben. Unter seiner aktiven Mitarbeit wurden in den vergangenen Jahren im Bereich der Pflege und Betreuung zahlreiche Projekte innerhalb der Heime Teufen bearbeitet und begleitet. Wir bedanken uns an dieser Stelle für seinen engagierten Einsatz. Für die Heimkommission ist es von unschätzbarem Wert, wenn die Vakanz wiederum mit einer Persönlichkeit aus dem medizinischen Umfeld, einem Arzt oder einer Ärztin, besetzt werden könnte. Interessierte melden sich direkt bei Oliver Hofmann, Gemeinderat und Präsident der Heimkommission, Telefon 079 356 44 22.

Wechsel an der Spitze im Haus Lindenhügel und Haus Bächli

Wie bereits der Presse zu entnehmen war, wechselt Frau Yvonne Blättler-Göldi per 1. Januar 2015 zum Kanton. Für den Einsatz möchten wir uns an dieser Stelle nochmals herzlich bedanken. Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 30. September 2014 Frau Elisabeth Bleiker als ihre Nachfolgerin gewählt (siehe Tüüfner Poscht 9/2014). Die Heimkommission wünscht Frau Bleiker in ihrer neuen Tätigkeit viel Erfolg und Befriedigung. pd./Red.

BESA

Das BESA (Bewohner/innen-Einstufungs- und Abrechnungs-System) basiert darauf, dass der Bewohner aufgrund der erbrachten pflegerischen Leistungen bedürfnisgerecht eingestuft und der Leistungsaufwand für die Abrechnung verwendet wird. Es teilt die Pflegebedürftigkeit in 12 Stufen ein. (Stufe 1 bedeutet sehr geringe Pflegebedürftigkeit, Stufe 12 schwerste Pflegebedürftigkeit).

Seit 1.1. 2011 gilt im Kanton Appenzell AR für alle Heime ein einheitlicher Pflege- und Betreuungstarif. Die Kosten werden gemäss der Verordnung über die Pflegefinanzierung des Kantons Appenzell Ausserrhoden vom 22. Juni 2010 aufgeteilt auf Pensionäre, Krankenversicherung und Gemeinde. Die Kriterien für die Einstufung sind genau umschrieben. Im Leistungskatalog zum Einstufungssystem werden die nötigen pflegerischen und medizinischen Leistungen festgelegt. Daraus ergibt sich der Zeitwert, welcher für diese Verrichtung benötigt wird. Nur diese Leistungen werden durch die Krankenkasse, Bewohner und Restfinanzierer bezahlt.

Zum Beispiel:

• Ständige Unterstützung und Anleitung durch die Mitarbeiterinnen beim Essen und Trinken erforderlich. Das Personal muss präsent sein.

• Mehrmals täglich Anleitung bei Benützen von Hilfsmitteln zum Bewegen erforderlich. Mehrmals täglich Bewegungsübungen.

• Oder Umlagern/Verlagern, Fortbewegung und Transfers unter Aufsicht und Anleitung

• Wundversorgung und andere medizinische Leistungen

• Hygiene etc.

Die ermittelten Minuten werden bei der Einstufung zusammengezählt und ergeben die sogenannte Pflegestufe. Aus diesem ergibt sich der vom Kanton festgelegte Tarif für die Abrechnung.

Zahlen:

Arbeitsplätze in den Heimen Teufen, Anzahl Bewohnende und der Umsatz

Standort: Haus Unteres Gremm

Anzahl Bewohner: 61, Anzahl Mitarbeiter: 54.4 Stellen, 15 Lernende, Umsatz 2013: CHF 6.25 Mio.

Standort: Haus Lindenhügel Anzahl Bewohner: 37, Anzahl Mitarbeiter: 16.9 Stellen, 4 Lernende, Umsatz 2013: CHF 2.53 Mio.

Standort: Haus Bächli Anzahl Bewohner: 28, Anzahl Mitarbeiter: 12.8 Stellen, Umsatz 2013: CHF 1.65 Mio.

Total Bewohner: 126, inkl. Ferienzimmer, Total Mitarbeiter: 84.1 FTE, 19 Lernende Total Umsatz: CHF 10.43 Mio.

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