
Wie Engel sind sie gekommen, Karin Fontana und Annelies Bischoff, und haben in Windeseile ein leerstehendes Ladenlokal glitzernd weihnachtlich verwandelt in ein wunderschönes Café. Mitten im Dorf. Heute ist es letztmals offen – bis 16 Uhr.
So einladend sieht es aus und so fein sind auch der Kaffee, der Tee und die Kuchen, dass die Gäste nicht lange auf sich warten lassen und es bald zu- und hergeht wie in einem Bienenhaus. Ein Kommen und Gehen, ein Begrüssen und Schwatzen. Von vorweihnachtlicher Hektik ist nichts zu spüren, friedlich und gemütlich ist es.
Karin Fontana (stehend) freut sich. Der grosse Aufwand habe sich gelohnt. Die Leute seien begeistert und kämen immer wieder. „Für mich der Beweis: Wenn man etwas wirklich mit Freude und Begeisterung macht, springt der Funke über und es funktioniert.“
Sie habe an diesem Projekt erlebt, wie schön es sei, in einem Dorf wie Teufen zu leben und hier ein Netzwerk zu haben, auf das man zählen könne.
Die beiden Frauen hatten nämlich wieder andere Engel, die ihnen beim Einrichten hilfreich zur Seite standen: die Nachbarin spendete den Lüster, ein Bekannter brachte ihn an der Decke an und zum Leuchten, ein Schreiner fertigte flux einen tollen Tische an …
Und auch das Netz im Dorf spielt. „Wir schenken Tee aus von der Drogerie Michel. Der schmeckt so gut, dass die Frauen sofort vis-à-vis einen posten gehen.“
Ihn interessiert das alles nicht. Lieber sucht er den Walter im Bilderbuch, bis Mama ausgeschwatzt hat.