"Wir brauchen mehr Leute wie dich"

25.09.2016 | Erich Gmünder
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Text: Erich Gmünder, Fotos: Alexandra Grüter-Axthammer / Erich Gmünder

Am Sonntag, 25. September kurz nach halb eins stand die Wahl von Reto Altherr zum neuen Gemeindepräsidenten fest. Bei schönstem Herbstwetter folgten über hundert Bürgerinnen und Bürger um 17 Uhr der Einladung zur Wahlfeier ins Zeughaus.

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Der Anlass wurde umrahmt vom Männerchor Tobel Teufen – quasi die „Hausmusik“ des ebenfalls vom Tobel stammenden neuen Gemeindepräsidenten, sagte Interims-Gemeindepräsident Markus Bänziger in der Begrüssung. Am Schluss waren die Gäste zum Apéro riche vom Trübli-Team um Heidi Weishaupt eingeladen.

Im Namen des Gemeinderates gratulierte er Reto Altherr zu seiner glanzvollen Wahl. Mit dem überaus klaren Resultat („91 von 100 Stimmen)“ bei einer Stimmbeteiligung von 41 Prozent habe er eine hohe Legitimation, dieser Gemeinde hoffentlich viele Jahre als Präsident zu dienen. „Bis zu deinem Amtsantritt am 1. November hält der Gemeinderat das Schiff mit aller Kraft auf Kurs, damit du ganz geordnet einsteigen kannst.“

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Der Interims-Gemeindepräsident dankte aber auch der Familie von Reto Altherr, seiner Frau Patrizia und der Tochter Larissa, dass sie ihn zur Kandidatur ermuntert hatten und ihm auch beistehen werden, wenn es mal schwieriger werde und er einen sicheren Hafen brauche.

Markus Bänziger schilderte das Teufner Gemeindepräsidium als anspruchsvolle, aber auch faszinierende und dankbare Aufgabe. Teufen sei eine der wenigen Gemeinden im Appenzellerland mit einem starken Wachstum. Hier würden wie kaum anderswo viele verschiedene Gesellschaftsschichten aufeinander treffen, würden Moderne und Tradition nebeneinander gelebt und gepflegt und engagierten sich weit über 1000 Teufnerinnen und Teufner in über 50 Vereinen für ein lebhaftes Dorfleben. Nach 20 Jahren als Präsident des grössten Turnvereins der Schweiz, nach 12 Jahren Kantonsrat und langjähriger Führungserfahrung im Bankwesen sei Reto Altherr der richtige Mann für diese Aufgabe.

„Wir brauchen mehr Leute wie dich“

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Bruno Höhener, Präsident des TV Teufen, schilderte aus eigener Anschauung die Qualitäten seines Turnvereinskollegen als langjähriger früherer Präsident. Sachverstand, Hartnäckigkeit und Ausdauer seien seine herausragenden Fähigkeiten, die er nun auch für die neue Aufgabe bestens brauchen könne. „Du bist ein ruhiger, überlegter Schaffer, aber sicher kein Polterer, sondern ausgeglichen und konsensorientiert“, so wie die Dorfzeitung das beschrieben habe.

Bruno Höhener wünschte sich in der Politik mehr solche Leute und allgemein in der Teufner Politik wieder mehr Sachlichkeit und die Bereitschaft zum Konsens – „gerade jetzt, wo in der jüngsten Vergangenheit einiges schief gelaufen und unsere Gemeinde fast täglich in den regionalen oder gar nationalen Schlagzeilen gestanden ist“. Reto Altherr werde die anstehenden Herausforderungen mit einem guten „Gspüri“, mit Weitsicht aber auch Rücksicht anpacken und mit dem Gemeinderat und der Bevölkerung zusammen lösen.

„UBS – unermüdlich, bodenständig, seriös“

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Das Profil des neuen Gemeindepräsidenten wurde vom Flawiler Berufs- und Militärkollegen Hans Fässler abgerundet. Die beiden hatten sich vor 35 Jahren in der ehemaligen Bankgesellschaft kennen gelernt. Seine Aufzählung der positiven Eigenschaften setzte er unter die drei Buchstaben des Firmenlogos UBS: U wie unermüdlich (wenn die Zeit knapp wird, nimmt er einfach noch die Nacht dazu); B wie bodenständig und doch weltoffen, und S wie selbstlos, sachlich und seriös. „Du bist nicht jemand, der sich selbst in den Vordergrund stellt. Pflichtbewusstes, seriöses, resultatorientiertes Arbeiten ist dir viel wichtiger als Ruhm.“

„Ich freue mich, Teil dieser Crew zu sein“

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Reto Altherr dankte an die Adresse der Bevölkerung für das Vertrauen, das  sie ihm mit dieser Wahl ausgesprochen habe.  Dankesworte richtete er aber auch an seine Frau Patrizia und Tochter Larissa und alle anderen, die ihn unterstützt hätten, sowie speziell an den Gemeinderat unter der interimistischen Führung von Ursula von Burg und Markus Bänziger für das grosse Engagement während der Vakanz. „Es ist mir eine grosse Freude zu sehen, wie das Boot Fahrt aufnimmt, und ich freue mich sehr, Teil dieser Crew zu sein.“

Der heutige Tag bringe in seinem Berufsleben eine grosse Veränderung, ja sogar eine Wende. Es sei nicht nur eine neue Arbeitsstelle, sondern viel mehr: „Es ist für mich eine grosse Ehre und Freude, das Amt des Gemeindepräsidenten von Teufen anzutreten. In Teufen sei er aufgewachsen, Teufen sei der Lebensmittelpunkt seiner Familie, „Teufen ist für mich Heimat, und in dieser Gemeinde zu wirken, ist für mich etwas Einzigartiges“, sagte Reto Altherr bewegt. Das tolle Ergebnis sei für ihn Motivation und Verantwortung zugleich.

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Er werde alles daran setzen, die Erwartungen zu erfüllen. Dem neuen Amt sehe er mit Freude, aber auch einem gesunden Respekt entgegen, harrten doch viele Aufgaben auf eine Lösung. In der sachlichen Auseinandersetzung und im gegenseitigen Respekt würden die besten Lösungen kreiert. Dafür brauche es ein Miteinander: „Es ist mein Ziel, Wunsch und Bestreben, gemeinsam und mit Blick nach vorne die besten Lösungen zu suchen; miteinander reden, zuhören, entscheiden und dann auch umsetzen.“

Prioritäten setzen

Teufen erwarte in der nächsten Zeit grössere Herausforderungen. „Nehmen wir uns die nötige Zeit, ein Thema nach dem andern anzupacken, seriös bearbeiten und erfolgreich zu lösen.“ Dazu sei es nötig, Prioritäten zu setzen. Nicht alle offenen Themen müssten gleichzeitig gelöst werden. „Aber wir wollen auch keine Zeit verlieren, sondern zielgerichtet und kontinuierlich vorwärts schaffen und eine Frage nach der anderen lösen.“

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Erstes Gruppenbild mit dem neuen Gemeindepräsidenten: v.l.n.r. Katja Diethelm, Bea Weiler, Roger Stutz, Pascale Sigg, Reto Altherr, Marco Sütterle, Ursula von Burg, Gemeindeschreiber Philipp Riedener und Interims-Gemeindepräsident Markus Bänziger. Auf dem Bild fehlt Martin Hofstetter.

Der neue Gemeindepräsident wird sein Amt am 1. November offiziell antreten  und vorübergehend bis Ende Jahr noch in der UBS Teilzeit arbeiten und seine Nachfolger einarbeiten. Er werde aber bereits vorher ab und zu als Gast an Sitzungen und Anlässen des Gemeinderates teilnehmen.

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