Der Dorfplatz soll aufgewertet werden und fürs Gewerbe attraktiv bleiben

16.05.2018 | TPoscht online
Orientierungs versammlung AG Dorfzentrum 16_5_2018 (48)
Wie soll sich künftig das Dorfzentrum präsentieren? Interessierte Besucherinnen und Besucher am Informationsabend der Arbeitsgruppe Gestaltung Dorfzentrum. Foto: EG

Die Schaffung von attraktiven Begegnungs- und Aufenthaltsräumen, eine Sonnenterrasse, die Verbesserung der Parkierungssituation und Tempo 30 – das sind die wesentlichsten Ergebnisse aus den beiden Workshops mit der Bevölkerung vom März und April, welche am Mittwochabend der Öffentlichkeit präsentiert wurden.

Verschiedene Punkte sollen nach der Genehmigung des Nutzungs- und Gestaltungskonzepts durch den Gemeinderat im Projekt «Ortsdurchfahrt» der Appenzeller Bahnen aufgenommen und im Herbst öffentlich aufgelegt werden, so die Medienmitteilung der Arbeitsgruppe Gestaltung Dorfzentrum.

Doppelspur als Chance für Entwicklung des Dorfzentrums

Die Abstimmung vom Mai des letzten Jahres war wegweisend: Die Appenzeller Bahnen fahren in wenigen Jahren doppelspurig durch Teufen. Diese bevorstehenden baulichen Veränderungen nahm die Arbeitsgruppe Gestaltung Dorfzentrum Teufen (AGDT) als Chance wahr, um gemeinsam mit der Bevölkerung die gestalterische und nutzungsmässige Entwicklung des Dorfzentrums zu erarbeiten.

Der Erhalt und die Stärkung eines vitalen und vielseitigen Gewerbes, die Schaffung von attraktiven Begegnungs- und Aufenthaltsräumen sowie die Verbesserung der Parkierungslösung sind u.a. die erklärten Ziele einer Neugestaltung des Dorfzentrums.

Während zwei Workshops wurden Entwürfe und Varianten der Landschaftsarchitekten Roman Häne und Silvio Spieler von «Kollektiv Nordost», unterstützt durch Architekt Bruno Bottlang von «Atelier Bottlang AG», Landschaftsarchitekt Kaspar Hartmann von «ASP Landschaftsarchitekten AG» und Verkehrsplaner Andreas Tenger von «Wälli AG Ingenieure» diskutiert und ausgefeilt.

Eine Sonnenterrasse im Dorfkern

Die Gestaltung des Dorfzentrums umfasst im engeren Sinne den Bereich zwischen Bahnhofkreisel und dem Schützengarten inklusive der Strassenanschlüsse an die Kantonsstrasse. Bei der Ausarbeitung des Lösungsvorschlags waren technische Rahmenbedingungen der Bahn und der Kantonsstrasse zwingend zu berücksichtigen.

Vor der klassizistischen Häuserreihe Bibliothek-Schulhaus-Gemeindehaus ist eine Sonnenterrasse angedacht, mit einem ausladenden Platz Richtung Strasse. Als verbindendes Element zwischen der nördlichen und südlichen Platzhälfte dient eine auslaufende, dem Strassenverlauf folgende Treppe. Den Abschluss der Treppe vor dem Gemeindehaus bilden ein neuer Dorfbrunnen sowie eine Sitzmöglichkeit.

Direkt vor dem Gemeindehaus bleiben weiterhin Parkplätze erhalten. Eine in ihrer Höhe ansteigende Stützmauer fasst den Platz vor der Bibliothek ein und grenzt diesen klar von der Strasse ab. Eine stufenlose Verbindung zwischen Gemeindehaus und Spar wird dadurch gewährleistet.

Die Sonnenterrasse kann mit diversen Nutzungen bespielt werden. Bepflanzungen und diverse Sitzmöglichkeiten, eine Leseecke vor der Bibliothek, Marktstände, aber auch eine Konzertbestuhlung machen die Sonnenterrasse erlebbar.

Optimierung der Parkplatzsituation

Auf der südlichen Platzhälfte sollen möglichst viele Parkplätze für das Gewerbe erhalten bleiben. Durch die Verlegung des Dorfbrunnens kann ein Maximum an Abstellplätzen generiert werden und durch die Ausbildung einer Gasse gleichzeitig der Blick auf den Kircheneingang freigehalten werden. Eine zeitlich differenzierte Parkplatzbewirtschaftung soll den Anforderungen des Gewerbes gerecht werden. Durch eine Mehrfachnutzung der südlichen Platzhälfte kann diese auch für andere Aktivitäten zur Verfügung stehen.

Neues Verkehrsregime mit Tempo 30

Das Verkehrsregime im Dorfzentrum wird mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h sowie im Mischverkehr geführt. Beidseitige Velostreifen führen ab dem Dorfplatz in Richtung Niederteufen. Ein Fussgängerstreifen auf der Höhe des Gemeindehauses ermöglicht vor allem Schulkindern das sichere Queren der Kantonsstrasse.

Durch einen entsprechenden Bodenbelag sollen die unterschiedlichen Verkehrs- und Aufenthaltsräume klar ersichtlich gemacht werden. Auf eine vollflächige Pflästerung des Platzes soll insbesondere aus lärmtechnischen Gründen verzichtet werden.

Nächste Schritte

Die Erkenntnisse aus dem Workshop werden nun von der AGDT beraten, mit den Projektverantwortlichen der Appenzeller Bahnen und Kantons Appenzell Ausserrhoden abgestimmt und dem Gemeinderat vorgelegt. Die wesentlichen Elemente sollen bereits in das Projekt Ortsdurchfahrt Teufen (ODT) der Appenzeller Bahn einfliessen und im Herbst öffentlich aufgelegt werden. Das Genehmigungsverfahren muss noch festgelegt werden. pd.

 

Eine ausführliche Berichterstattung über die Orientierungsversammlung folgt.

Sämtliche Unterlagen unter

zukunft-teufen.ch/

 

 

 

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