




Im voll besetzten Lindensaal begrüsste LgT-Präsident Alexander Assmus das Publikum und hiess die Chronisten des Alltags, Sybil Schreiber und Steven Schneider, herzlich willkommen. Die beiden betraten die Bühne und schon nach den ersten Worten war man mitten drin und eine Pointe folgte der nächsten.
Seit bald 27 Jahren berichten Schreiber vs. Schneider in ihrer Kolumne wöchentlich über ihren Beziehungs- und Familienalltag. Aus diesen Kolumnen lasen sie nun immer wieder vor und erläuterten die Episoden in rasanten Wortduellen aus ihren verschiedenen Blickwinkeln. Dies sorgte immer wieder für Lacher und nicht selten sah man auch sich selbst darin.
Sie philosophierten über passende und weniger passende Kosenamen, die neben «Schatz» im Umlauf sind. Stellten fest, dass etwas Abstand manchmal gut tut. Und sie machten sich Gedanken über das Älterwerden. Durch die hormonellen Veränderungen werde man sich immer ähnlicher und mit dem Beispiel des Autofahrens wurde das bildlich veranschaulicht.
«Augen auf bei der Partnerwahl»
Der perfekte Partner sei langweilig, stellten die beiden fest. Wobei Schreiber dann aber doch zugab, dass sie sich vorstellen könnte, Schneider durch ein bisschen KI zu optimieren. Und schon folgte der nächste Schlagabtausch mit viel Wortwitz.
Schneider riet dem Publikum «Augen auf bei der Partnerwahl». Denn eine Partnerwahl sei immer auch eine Problemwahl. Schreiber reagierte überrascht und meinte, dass sie die Lösung sei und nicht das Problem. Doch Schneider gab zu bedenken, dass man ohne Beziehung auch keine Beziehungsprobleme hätte.
Zum Schluss präsentierten sie ihren Notfallzettel, nämlich Ratschläge für eine gute Partnerschaft, falls man den Schatz zwischendurch am liebsten auf den Mond schiessen würde. Man solle sich fragen, ob man gerne mit sich selbst zusammen wäre und man dürfe meckern, aber auf 1 mal meckern soll 5 mal Anerkennung folgen.
«Schatz!» zeigte, weshalb Schreiber vs. Schneider zu den beliebtesten Kabarettduos der Schweiz zählen. Mit feinem Humor, präziser Beobachtungsgabe und voller Selbstironie gelang ihnen ein wunderbar unterhaltsamer Abend.











