

Galmarini ist in Herisau aufgewachsen, absolvierte dann das Hochalpine Institut in Ftan im Engadin. 2022 beendete er seine Karriere. Nun ist der 39-Jährige Fachbereichsleiter Sportmanagement an der Fernfachhochschule, Leiter des Sport Desk der Berner Kantonalbank und im Kanton Solothurn zuhause. «Dies ist aber dank der heutigen Technik kein Hindernis mehr für einen guten Austausch», meinte Patrick Kessler, seit dem 1. Januar 2026 Präsident von Appenzellerland Sport.
«Funkeln in deinen Augen»
«Wir verabschieden nicht nur einen Menschen, sondern eine Ära», sagte Kessler über seinen Vorgänger, den Gründer Hans Höhener. «Du warst Sportler, Macher, Visionär. Visionen bleiben aber – im Gebäude, in der Haltung, in den Menschen.» Stellvertretend für eine enorm grosse Zahl von Athleten und Athletinnen, die bei Appenzellerland Sport gross geworden sind, richtete der U-23-Zehnkampf-Europameister Andrin Huber einen eindrücklichen Dank an Hans Höhener. «Wir stehen auf dem Fundament, das du geschaffen hast. Du hattest den Mut, den Weg zu verfolgen. Und jetzt reden wir bei Appenzellerland Sport von Weltrekorden und Weltmeistern. Stillstand war nie ein Thema. Das Schönste aus Athletensicht: die Begeisterung und das Funkeln in deinen Augen an Wettkämpfen.» In einer Videobotschaft würdigte auch der ehemalige Bundesrat Adolf Ogi Höheners Verdienste. Er hinterlasse deutliche Spuren in der Sportlandschaft Schweiz, habe beispielhafte Projekte aufgegleist und gegen Widerstände angekämpft. Höhener erhielt zum Abschied stehende Ovationen, Präsente sowie ein Schild «Hans-Höhener-Platz 1». Dieses soll aufgehängt werden, wenn die Erweiterungsarbeiten in der Geschäftsstelle abgeschlossen sind.


Zusätzliche Partnerschule: Appenzell
Über 60 Personen hatten sich für die Generalversammlung in der Aula des Sekundarschulhauses eingefunden. Nebst den Aktionären waren zahlreiche Gäste anwesend, darunter die Ausserrhoder Regierungsrätin Susann Metzger und die Regierende Innerrhoder Frau Landammann Angela Koller. Erstmals in der Geschichte von Appenzellerland Sport hat 2025 der Umsatz die Marke von 1,5 Millionen Franken übertroffen. Es resultierte ein Überschuss von rund 29’000 Franken. «Unsere Rendite misst sich nicht in Prozenten, sondern in Persönlichkeiten», meinte Patrick Kessler. Sowohl er als auch Hans Höhener dankten allen Personen, Organisationen und Firmen, die Appenzellerland Sport seit Jahren Unterstützung zukommen lassen. Für das Schuljahr 2026/27 wird eine neue Höchstzahl von Sportschülerinnen und Sportschülern erwartet, voraussichtlich 91 gegenüber aktuell 88. Das Ziel bleibe, die beste Sportschule der Schweiz zu werden, meinte Geschäftsführer Timo Koller. «Einige sagen, wir sind es schon.» Es soll nebst Herisau, Trogen und Teufen in Appenzell ein weiterer Standort einer Partnerschule aufgebaut werden. Gespräche würden laufen.
Beispiele für Sportgeschichte
Appenzellerland Sport liefere unterdessen Beispiele für Sportgeschichte, sagte René Wyler, der Leiter des Sportleistungszentrums. Er nannte die Leichtathleten Simon Ehammer, Andrin Huber, die Skifahrerin Stefanie Grob oder die Golferin Chiara Tamburlini. «Wir freuen uns aber nicht nur über die Toptoptop-Ergebnisse, sondern auch über kleine Fortschritte: Persönliche Bestleistungen werden im Training bei uns immer beklatscht», fügte Wyler an. Der Ursprung der Erfolge liege in einem hervorragenden Trainerteam, das in verschiedenen Bereichen ein hohes Fachwissen aufweise, aber auch über eine hohe Sozialkompetenz verfüge. pd