

Bereits im Vorfeld machten die Plakate an den Strassenrändern auf diesen Wettkampf aufmerksam. «Wir sehen uns am Feldschiessen», steht darauf. Und viele Bürgerinnen und Bürger folgten diesem Aufruf. Wiederum haben schweizweit weit über 100’000 Schützinnen und Schützen an diesem Wettkampf teilgenommen. Der einzige Schiessanlass, bei dem das Mitmachen wichtiger ist als das geschossene Resultat. Und trotzdem ist der Ehrgeiz bei den meisten Beteiligten gross, kranzgeschmückt nach Hause gehen zu können. Das heisst, mindestens 57 von 72 Punkte mussten erzielt werden, um dieses Ziel zu erreichen. Dies bei insgesamt 18 Schuss auf die Scheibe B4.
Turnusgemäss schossen die Mittelländer ihr Feldschiessen dieses Jahr in Teufen. Und da der Ausserrhoder Kantonalschützenverein 2026 seinen zweihundertsten Geburtstag feiert, luden die Standschützen Teufen gleich zum Tag des offenen Schützenhauses ein. Das Wetter war schön und heiss, und trotzdem war die Beteiligung, mit mehr als neunzig Besuchern, erfreulich. Selbst aus Deutschland gab es Interessenten, die den Tag des offenen Schützenhauses nutzten, um sich über den Schiessbetrieb und den traditionellen Schiessenlass zu informieren. Ueli Preisig, Präsident der Standschützen Teufen, zog eine positive Bilanz. Besonders erfreut zeigte sich Preisig über die guten Resultate der Jugendschützen, aber auch, dass gute Sektionsergebnis von 62.578 Punkten. Stefan Eugster erzielte mit 69 Punkten das Höchstresultat in Teufen. Das Höchstresultat in Ausserhoden schoss aber die 23-jährige Simona Künzler von den Feldschützen Heiden. Sie machte das «Loch voll», das heisst, sie schoss das Punktemaximum von 72 Punkten! Positiv wertete Preisig zudem, dass es interne Familienwettbewerbe gab, wo Sohn und Tochter versuchten die Mutter zu besiegen. Das Kranzabzeichen erkämpfte am Ende die ganze Familie.


Nach dem Wettkampf war ein Besuch in der Festwirtschaft nicht unbedingt ein Muss, aber da das Feldschiessen auch mit Geselligkeit in Verbindung gebracht wird, nutzten nicht wenige die Gelegenheit bei einem kühlen Getränk, einem Nussgipfel oder einer Bratwurst mit Gleichgesinnten zusammenzusitzen und sich über das geschossene Resultat oder Gott und die Welt auszutauschen. Da die Ergebnisse aus dem Schiessstand direkt auf eine Leinwand in der Schützenstube übermittelt wurden, war man jederzeit über die Schiessresultate der Kameraden informiert. Und manch einer freut sich bereits wieder, wenn es in einem Jahr heisst: «Wir sehen uns am Feldschiessen 2027.»
Wer sich mehr für den Schiessport interessiert und einmal an einer Standübung teilnehmen will, darf sich beim Präsidenten der Standschützen Teufen melden. Mehr unter: www.zielen.ch.

