
Wer Feuerwehrmitglied ist, leistet nicht nur einen Allgemeinheitsdienst. Er oder sie ist auch Teil einer freundschaftlichen Gemeinschaft. Diese Kollegialität ist ein wichtiger Eckpfeiler der Milizfeuerwehr. Organisatorische Veränderungen sind deshalb auch immer eine emotionale Angelegenheit. Das galt für die Gründung des «Zweckverbands Feuerwehr Teufen Bühler Gais» im Jahr 2004 genauso wie für den Anschluss der Feuerwehr Stein an ebendiesen Zweckverband per 1. Januar 2026.
Nachdem die Steiner Stimmbevölkerung diesem Schritt Ende September 2025 deutlich zugestimmt hatte, wurde die «Identitätssuche» deshalb zu einer der wichtigsten Aufgaben. «Wer als Einheit funktionieren will, muss auch einheitlich auftreten. Dazu gehören ein gemeinsamer Name und ein gemeinsames Logo», sagt Dominik Krummenacher. Er ist seit dem 1. Januar 2019 Kommandant der «Feuerwehr Teufen Bühler Gais» und in dieser Funktion auch für den Anschluss der Steiner Kollegen zuständig. «Uns war vor allem wichtig, dass dieser Prozess in der Mannschaft möglichst breit abgestützt ist.» Dazu wurde eine Projektgruppe mit drei Vertretern aus jeder Mitgliedsgemeinde ins Leben gerufen. Auch dabei waren die vier Kommandomitglieder.
Die erste Aufgabe dieser Sonderkommission war das Sichten der eingegangenen Vorschläge aus dem Plenum der Feuerwehrmitglieder. Anschliessend ging es um die Namensfindung. «Dabei kristallisierte sich ziemlich rasch ‘Stützpunktfeuerwehr Mittleres Appenzellerland’ heraus. Das fasst unsere Organisation präzise zusammen.» Parallel dazu wurden intern erste grafische Ansätze für ein neues Logo erarbeitet. Und später durch Clarissa Müller, Grafikerin aus Stein, verfeinert. Inzwischen steht die definitive Variante. «Damit sind wir alles sehr zufrieden. Es beinhaltet die vier Elemente, ist optisch ansprechend und lässt sich vielseitig einsetzen», sagt Dominik Krummenacher. Damit spricht er an, was ihn und die Mitglieder der «Stützpunktfeuerwehr Mittleres Appenzellerland» während der nächsten Monate noch intensiv beschäftigen wird: die Umsetzung. Es gilt, Uniformen, Fahrzeuge, Beschriftungen und Briefköpfe anzupassen. «Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Aber wir sind sehr froh, dass der Grundstein jetzt gelegt ist.» pd
