



«Dies ist ein Sirenentest!» Die Stimme von Ueli Koller hallt über den Platz vor dem Teufner Feuerwehdepot. Und weit darüber hinaus. Sie wird von der mobilen Sirenenanlage auf dem roten «Caddy» verstärkt. Gerade machen sich er und ein weiterer Feuerwehrangehöriger mit der Technik vertraut. Dafür gibt es – wie in der Feuerwehr üblich – eine detaillierte Anleitung: «Erst den Alarm auswählen, dann die Funktion, dann die Lautstärke. Alles klar.»
Es ist 13:20 Uhr, bald geht es los. Um 13:30 beginnt nämlich der alljährliche nationale Sirenentest. In Teufen bedeutet das: Die zwei mobilen Sirenen absolvieren ihre Runden. Eine grossräumig um das Dorf und eine via Battenhaus und Lustmühle bis nach Niederteufen. Und die zwei stationären Sirenen – eine auf der Sporthalle Landhaus und eine in Niederteufen – werden ebenfalls getestet. Das ist der Normalfall. Heuer kommt aber noch eine zusätzliche Aufgabe hinzu.




Kommandant Dominik Krummenacher ist im Stechschritt in Richtung Landi unterwegs. Allzu viel Zeit bleibt ihm nicht für das Erreichen des Zivilschutzraums am Bleichiweg. «Das nächste Alarm-Zeitfenster ist von 13:40 bis 13:45. Dann müssen wir bereit sein.» Was er damit meint? Grundsätzlich werden die 31 stationären Sirenen in Ausserrhoden von der kantonalen Notrufzentrale in Herisau über das Funksystem «Polyalert» fern-ausgelöst. Von dort kam auch der erste «Test-Alarm» um 13:30. Alle drei Jahre wird aber zusätzlich auch noch die «Redundanz» geprüft. Und diese befindet sich in ebendiesem Zivilschutzraum – ziemlich weit hinten, ziemlich versteckt und ziemlich sicher. Dominik Krummenacher dreht gerade den Schlüssel, der die Steuerung aktiviert: «Mach natürlich auch Sinn, dass das Ganze nicht allzu leicht zugänglich ist.» Pünktlich um 13:41 wird dann das Signal gesendet: allgemeiner Alarm. Der Hörtest draussen bestätigt die Funktionalität der Teufner Sirenen. Die anderen 29 melden digital zurück, dass sie «geheult» haben.
Jetzt wieder Stechschritt. Zurück zum Depot. Um 13:50 soll nämlich noch einmal alarmiert werden – und zwar manuell. Dafür steigt Stv.-Zugführer Urs Langenegger auf die Leiter in der Sporthalle Landhaus und drückt die entsprechenden Knöpfe. Auch jetzt heult es wie gewünscht. Kopfnicken beim Vertreter vom kantonalen Amt für Bevölkerungsschutz: «Klappt alles wunderbar, vielen Dank!»

