Gastronomie in Bedrängnis

10.03.2020 | Timo Züst
Coronavirus
Das BAG empfiehlt diese Hygienemassnahmen. Foto: tiz Täglich werden neue Corona-Fälle gemeldet – sowohl im nahen Ausland als auch in der Schweiz. Das in Kombination mit dem Verbot für Grossveranstaltungen durch den Bund und dem Risikomanagement für kleinere Anlässe führt zu diversen Absagen. «Der finanzielle Schaden bewegt sich bei uns schon jetzt in einem hohen Bereich.» Claudia Heldner-Lanker, Geschäftsführerin des Hotel zur Linde, unterhält sich derzeit fast täglich mit Kundinnen und Kunden, die eine Buchung stornieren möchten. Am einschneidendsten sind die Absagen von Grossveranstaltungen. Das betrifft diverse kulturelle Anlässe und GVs. Aber auch die Hotelzimmernachfrage hat spürbar nachgelassen. «Schweizer Geschäftsreisende haben wir nach wie vor einige bei uns. Aber insbesondre Gäste, die aus dem Ausland anreisen wollten, sagen derzeit oft ab», so Heldner-Lanker. Restaurant gut besucht Die Empfehlungen von Bundesrat und Kanton verunsichern die Veranstalter. Aus Vorsicht wird derzeit vieles abgesagt oder verschoben. «Das verstehen wir natürlich», so Claudia Heldner-Lanker. Nur: Für sie sind Absagen oder Verschiebungen nicht nur ein logistisches Problem. «Ich trage die Verantwortung für den ganzen Betrieb und seine Mitarbeitenden. Diese Situation ist deshalb nicht einfach.» Immerhin: Das Restaurant ist nach wie vor gut besucht. Die Einheimischen scheinen mit den Corona-News etwas entspannter umzugehen. «Und ein Vorteil ist sicher auch, dass unsere Tische in genügend grossem Abstand zueinander stehen.» Hygiene und Selbstverantwortung Auch die «Linde» erstellt derzeit auf Anraten des Bundes einen sogenannten Pandemie-Plan. Einfach ist das aber nicht, denn: «Bei uns müssen alle Mitarbeitenden vor Ort sein. Sie stehen entweder in der Küche oder sind beim Kunden. Von daheim aus zu arbeiten, ist da keine Option.» Claudia Heldner-Lanker erinnert die Mitarbeitenden deshalb regelmässig an die empfohlenen Hygienemassnahmen und ermutigt sie einen gesunden Lebensstil zu pflegen. Aber auch während das Coronavirus einen Teil des Hotel-Alltags bestimmt, bleibt Zeit für das eine oder andere Schmunzeln: «Wir nehmen die Sache ernst. Aber die seltsamen Situationen, wenn man nicht mehr weiss, wie man sich denn nun begrüssen soll, haben auch eine gewisse Komik in sich. Und etwas Humor tut im Moment sicher gut.» tiz

Anker und Breitenmoser

Auch im Hotel & Restaurant Anker macht sich das Coronavirus bemerkbar. «Die Situation variiert derzeit von Tag zu Tag. An manchen Tagen ist das Restaurant ausgebucht. An anderen bleiben viele der gewohnten Gäste aus», sagt Inhaberin Barbara Ehrbar-Sutter. Und auch beim Catering-Service der Breitenmoser Fleischspezialitäten AG gingen in letzter Zeit ungewöhnlich viele, kurzfristige Stornierungen ein. Gleichzeitig zogen aber auch die Verkäufe in den Läden an. «Man spürt, dass die Leute derzeit lieber daheim essen und kochen», so die Geschäftsführerin. Auch den abgesagten Catering-Anlässen kann sie noch etwas Gutes abgewinnen: «Immerhin ist noch nicht Hochsaison.»

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